Polyamorie und die Frage nach dem „genug“

Ein Text über Liebe, Wege und einen Eimer


Heute mal wieder ein #FragFrauO-Beitrag mit der Erlaubnis, die Mail hier zu kopieren und zusammen mit meiner Antwort zu veröffentlichen. Es geht um Fragen eines monogam lebenden Menschen zum Konzept der Polyamorie. Die Mail ist kursiv gedruckt, im Anschluss folgt meine Antwort. Fragestellerin und ich freuen uns über Kommentare und weiteren Input.




Liebe Frau O.,

ich störe ungern (vor allem im Urlaub), aber ich hätte da mal ein paar Fragen und vielleicht kannst du mir helfen, diese zu beantworten.
Ich bin nicht sicher, ob es richtig ist, eine fremde Person aus dem Internet damit zu behelligen, aber ich lese dich schon seit geraumer Zeit und (nicht nur, aber insbesondere auch,) wenn es um alternative Lebens- und Beziehungskonstrukte geht, scheinst du mir ein kluger, informierter und gesprächsbereiter Ansprechpartner zu sein und ehrlich gesagt: ein krasses Gegenteil zu meinem eigenen Lebensentwurf.
Vielleicht ist es genau das, was deine Meinung um so spannender und wertvoller für mich macht.
Gespräche und Austausch bringen mich immer weiter und gegenteilige Meinungen können einem selbst neue Sichtweisen eröffnen. Ich mag es,  Dinge von vielen Seiten zu beleuchten, mir unterschiedliche Anschauungen vor Augen zu führen.

Daher dachte ich, ich versuche mein Glück, dir Fragen per Mail zu stellen und vielleicht hast du Zeit und Lust sie zu beantworten und sie geht nicht unter…

Ich selbst lebe in einer monogamen Beziehung, wir diskutieren derzeit viel über unterschiedliche Beziehungsformen, gleichzeitig hab ich eine sehr gute Freundin, die schon lange polyamor lebt, aber ihren Lebensstil augenblicklich selbst drastisch in Frage stellt.
Über besagte Freundin habe ich auch schon viele leidvolle Erfahrungen zum Thema Polyamorie gesammelt, insbesondere in Hinblick auf Eifersucht, Ehrlichkeit und viele andere Probleme, aber darum soll es gerade erstmal nicht gehen; auch, wenn ich bisher vielleicht genau deshalb dachte, mir meine Meinung dazu bereits ausreichend gebildet zu haben.

Scheinbar muss ich hierzu nochmal mit mir in einen Diskurs gehen…

Aktuell geht es mir um Folgendes, was mich in diesem Zusammenhang beschäftigt:
(Keineswegs möchte ich dabei einen gewählten Lebensstil kritisieren, ich versuche irgendwie nur alle Seiten besser zu verstehen; sollte meine Frage also zu spitz formuliert sein, bitte ich, dies zu entschuldigen; ich betrachte alle Lebensstile neutral im Sinne von „leben und leben lassen“.)


Ich wüste gerne mehr darüber, worin der Antrieb hinter einem offenen Lebensstil bestehen kann.
Positiv könnte man es sicherlich so formulieren,  dass man sagt, ein Mensch kann nicht sämtliche Bedürfnisse eines anderen Menschen befriedigen. Das muss er ja auch gar nicht.
Aber, wie kann man denn in diesem Zusammenhang ausschließen,  dass es in Zeiten von Onlinedating, Reichweite und „nur einen Wisch vom nächsten Glück oder F*ck entfernt“, nicht einfach auch nur darum geht, immer wieder etwas Neues, Besseres, Reizvolleres usw. zu finden, d.h. niemals satt und zufrieden zu sein?
Glücklich zu sein, was man vielleicht bereits gefunden hat, auch, wenn dies bedeutet, ggf. Kompromisse eingehen und auch mal Abstriche machen zu müssen?
Hört so eine andauernde Suche dann überhaupt irgendwann auf?
Spekuliert man so nicht immer darauf, da kommt noch was?
Und bedeutet das nicht auch im Umkehrschluss, dass ich selbst niemals genug sein kann für andere?

Ist es etwas verständlich,  was ich meine?
Vielleicht hast du eine völlig andere Herangehensweise.
Ich bin gespannt auf deine Antwort.

Ich bedaure es übrigens sehr, dass es keine Online-Oen-Runden mehr gibt, vielleicht wird es ja irgendwann die Möglichkeit geben,  dass du im echten Leben noch einmal welche anbietest?

Viele liebe Grüße


Liebe L.,

erstmal danke für die lieben Worte, die Offenheit und das Betonen, dass es dir nicht um generelles Kritisieren geht, sondern um Verständnis für „anders denkende/lebende“ – da macht Diskurs einfach Spaß. 🙂 Deine Fragen sind nicht nur spannend und interessant, sondern – wie ich finde – auch absolut berechtigt und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich früher nicht dieselben Fragen gestellt habe (was nicht heißen soll, dass der Weg von mono zu poly eine „Entwicklung“, ein Fortschritt ist – es war lediglich eine zeitliche Abfolge, die bei mir persönlich stattgefunden hat; aber eins nach dem anderen). Bevor ich deine Fragen durchgehe, ist mir noch wichtig zu sagen, dass alles, was ich hier schreibe, absolut subjektiv ist und nur für mich gilt, zwar für andere gelten kann, ich aber für niemanden spreche außer für mich selbst.

Deine erste Frage ist die nach dem Antrieb hinter diesem offenen Lebensstil. Puh, ich denke, darauf gibt es so viele Antworten wie Menschen, die ihn leben – oder mehr. Und vermutlich würde eine ausführliche Antwort auch jegliche Blogbeiträge sprengen, weil man darüber ein Buch schreiben könnte. Ich wage mal einen Versuch, es kurz und subjektiv zusammenzufassen:
Ich ordne mich mittlerweile am ehesten dem Konzept der Beziehungsanarchie zu, auch wenn ich den Begriff schrecklich finde. Das Konzept sagt im Grunde, dass jede, wirklich jede (nicht nur partnerschaftliche) zwischenmenschliche Beziehung individuell ist. Mit dem einen Menschen redet man über alles, mit dem zweiten kuschelt man auch, aber platonisch, mit einem anderen hat man Sex, aber irgendwie nur einmal im Jahr, mit einem weiteren trifft man sich immer nur zu Weihnachten auf einen Kaffee und dann gibt es den, mit dem man regelmäßig Sex hat, usw. Unsere Gesellschaft (den Hintergrund zu erklären würde den Rahmen hier völlig sprengen, ist aber unbedingt nachlesenswert!) teilt Beziehungen in recht „grobe“ Kategorien, also bspw. Familie, romantische Zweierbeziehung, Eltern-Kind, platonische Freundschaft. In den letzten 10 Jahren habe ich für mich mehr und mehr erfahren, dass das bei mir nicht so funktioniert. Ich habe versucht, Menschen in diese Kategorien zu ordnen, aber sie haben nie in diese Schubladen gepasst. Da kam der erste Kumpel, mit dem auch etwas lief, aber es fühlte sich nicht romantisch an. Dann gab es jemanden, mit dem es sehr intensiv war, irgendwie durchaus „romantisch“, aber es gab noch andere, die mich sexuell reizten, was die Sache mit ihm aber nicht geschmälert hat. Dann gab es einen Freund, mit dem ich Arm in Arm auf der Couch lag, so eng, dass die meisten von außen sagen würden, da geht was – aber es war platonisch. Ich habe es einfach nie geschafft, meine Beziehungen zu kategorisieren. Auch meine „Freundschaft Plus“-Geschichten hielten meist viele Monate, manchmal länger, und waren oft intensiver und enger als das Klischee es beschreibt. Das war oft nicht „nur“ Sex, sondern auch eine enge, zwischenmenschliche Beziehung, viel Nähe, viel Intimität, aber nicht eigentlich romantisch.
Soweit so gut. Aus diesen Entwicklungen und Erkenntnissen hat sich für mich gezeigt, dass es mir besser geht, wenn ich Gefühle nicht kategorisiere – zumindest nicht in die Kategorien, die mir die Gesellschaft beigebracht hat. Ich definiere nicht mehr, ich lable nicht mehr, ich halte die menschliche Gefühlskapazität für deutlich (!) komplexer als „platonische Freundschaft oder romantische Liebe“. Ich akzeptiere, wenn ich eine Beziehung zu jemandem nicht klar definieren kann, höre auf mir Gedanken darüber zu machen, „was das jetzt ist“ und „wohin das führt“, sondern lebe im Augenblick und genieße es einfach, wenn es mir gut tut.
Parallel dazu hat sich auch „Monogamie“ als Konzept für mich aufgelöst, ABER: nicht, weil ich grundsätzlich sage, ich will nicht monogam leben, sondern NUR poly, sondern vielmehr, weil es ebenfalls ein Label ist, eine Kategorie, in die eine Beziehung fallen kann und weil ich mich davon verabschiedet habe. Eine tendenziell romantische, partnerschaftliche Beziehung hat in der gesellschaftlichen Norm monogam zu sein – da kommen dann eben genau die Fragen auf, die du hier stellst, die dann aber nicht als Fragen, sondern als Vorurteil formuliert sind: Wenn du mehr als einen Partner brauchst, reicht dir der eine nicht, dann liebst du ihn auch nicht wirklich! (auch das Konzept „Liebe“ sehe ich anders als die meisten, aber das ist wieder ein anderes Thema). Und das ist ein Schuh, den ich mir nicht anziehen möchte. Ich möchte keine Kriterien erfüllen, die die Gesellschaft vorgibt, um… wem auch immer zu beweisen, dass meine Gefühle echt sind. Ist das so nachvollziehbar?
Mein Ansatz kommt also (damit bin ich vielleicht etwas atypisch, auch für die poly Menschen) nicht von dem Wunsch nach Polyamorie – vielmehr ist Polyamorie für mich eine Möglichkeit, eine Folge, eine Option, die durch meine Haltung gegenüber der Kategorisierung von Gefühlen entstand (ein bisschen die Frage nach dem Huhn und dem Ei – beides bedingt sich sicherlich auch ein bisschen). Ich muss nicht zwingend poly leben. Ich habe schon einige „Beziehungen“, wie auch immer geartet, geführt, die absolut unverbindlich waren und theoretisch offen, während ich praktisch monogam gelebt habe, weil ich nicht mehr gebraucht habe – aber die Option war immer da.

Und ein weiterer Punkt, den ich vermutlich als BDSMlerin deutlich stärker gewichte, ist eben, dass ich Neigungen habe, die einerseits sehr spezifisch sind, und zugleich sehr gegensätzlich. Als Switcherin zum Beispiel mag ich manche Dinge aktiv, manche passiv und ich würde auf keine davon dauerhaft verzichten wollen. Manchmal möchte ich meine sexuelle Dominanz ausleben, manchmal habe ich das Bedürfnis, von einem Mann sexuell dominiert zu werden. Ich habe noch keinen Mann getroffen, der beides verkörpert bzw. beides so ausleben könnte – zumal ja auch mehr passen muss als nur die sexuelle Neigung. Die Wahrscheinlichkeit geht da also gegen Null, jemanden zu finden, der hier alle oder auch nur einen Großteil meiner Bedürfnisse erfüllt (ein Punkt, den du auch angesprochen hast). Gleichzeitig weiß ich, dass ich das auch umgekehrt nicht liefern kann (und möchte! – das ist eine enorme Verantwortung, die ich gar nicht tragen will). Schon in Vanillabeziehungen ist das in meinen Augen der Fall: Ein Mensch kann nicht ALLE Bedürfnisse eines anderen befriedigen. In BDSM-Konstellationen, wo die Neigungen noch differenzierter sind, ist das quasi nicht mehr möglich. Ein Grund, weshalb man in der BDSM-Szene extrem häufig offene Beziehungen findet – oft mit der Regelung, bspw. nur einen bestimmten Kink mit einem anderen Menschen auszuleben.
Ich bin da aufgrund meiner Kindheit vielleicht extrem, aber der Gedanke, für einen Menschen der Mittelpunkt zu sein, ist für mich immer eher ein Grund zu gehen als zu bleiben. Wenn ich merke, dass jemand sich auf mich fixiert, dass ich allein oder überwiegend verantwortlich bin (oder mich auch nur so fühle), seine Bedürfnisse zu befriedigen, denjenigen glücklich zu machen, ist mir das schnell zu viel. Weil ich realistisch weiß, dass ich das nicht leisten kann. Ich möchte aber auch nicht, dass jemand anders für mich auf etwas verzichtet, so wie ich umgekehrt auch nicht verzichten möchte. Am Ende geht es hier aber um Kommunikation, um Wertschätzung, um klare Regeln. Es ist absolut möglich, einen Menschen zu einer emotionalen Nummer eins zu machen, ihm zu zeigen, dass er an erster Stelle steht, dass 70% ihm „gehören“, aber man sich eben hier und da mal 10% woanders holt – falls das verständlich ist. Es geht nicht um Wahllosigkeit oder um eine grundlegende Unzufriedenheit, im Gegenteil: Es geht um den Wunsch danach, sogar möglichst viele Bedürfnisse zu befriedigen – der eigenen UND des anderen, weil man es sich selbst und auch dem Gegenüber gönnt, möglichst glücklich zu sein.


So, deine nächsten, etwas spezifischeren Fragen fasse ich mal zusammen. Es geht um die Frage, ob es darauf hinausläuft, immer etwas Besseres zu finden, niemals „satt und zufrieden“ zu sein und ob „die Suche“ dann nie wirklich aufhört bzw. man immer darauf spekuliert, dass noch „was kommt“.
Das alles sind absolut legitime Fragen, die ich mir früher selbst gestellt habe. Ich glaube, bei mir hat sich einfach in der Basis viel gedreht, also in der Grundhaltung bzw. dem zugrundeliegenden Lebensentwurf – und ich glaube, das ist auch der Schlüssel zu Antwort. Ich versuch’s mal:

Ich denke, dass die Antworten auf diese Fragen unterschiedlich ausfallen können, aber dass man ein grundlegendes Verständnis nur dann erlangt, wenn man die Fragen anders stellt. In meinen Augen liegt nämlich die Antwort, also der Schlüssel bereits in der Formulierung: Du schreibst hier in einem Komparativ, also einem Vergleich: Es geht um die Angst, nach „besserem“ Ausschau zu halten. Etwas zu finden, das „noch kommt“, und das aber höher, weiter, schneller ist, im Sinne von eben „noch besser“. Weil man sich aber im Konzept der Polyamorie nie abschließend zufrieden gibt, immerhin stehen ja unbegrenzt Möglichkeiten offen, würde das bedeuten, dass man potentiell immer damit rechnet, dass eben etwas „noch Besseres“ um die Ecke kommt. Daraus folgt dann auch die Vorstellung einer nie enden wollenden Suche, das Bild vom ewigen Wandern, ohne je anzukommen. Und ich glaube, genau darin liegt der Kern, die Antwort: Im Lebensentwurf. In der Frage, was denn eigentlich gewollt ist.

Die meisten Menschen (OHNE das hier werten zu wollen!) möchten früher oder später eine Familie gründen. Ob das bedeutet, Kinder zu bekommen und ein Haus zu bauen, oder ob das heißt, zu heiraten und sich eine schicke Eigentumswohnung zu kaufen, ist zweitrangig – es geht darum, „anzukommen“. Diesen einen Menschen zu finden, mit dem man dann den Rest des Lebens verbringt. Das ist das „Ziel“ für viele – das, was „gesucht“ wird. Als Single hat man traurig zu sein, tendenziell depressiv, Weihnachten ist die Hölle ohne Familie und gerade für Frauen ist ein Leben ohne Kinder nicht lebenswert, dafür braucht man aber einen Partner. Das ist natürlich überspitzt formuliert – ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, wie die Gesellschaft tendenziell denkt und was sie uns suggeriert. Wenn ich das annehme, wenn ich das „Ziel“ habe, den Lebensentwurf, eben irgendwann „anzukommen“, Kinder zu bekommen oder ein Haus zu bauen oder was auch immer zu tun, dann ergibt natürlich die Frage Sinn, ob dann nicht die Gefahr in poly Beziehungen besteht, dass man nie ganz „ankommt“, immer „unzufrieden“ ist, immer weiter sucht, immer damit rechnet, etwas „Besseres zu finden“.

Es gibt aber eben auch Menschen, die ganz grundsätzlich aus diesem Konzept ausbrechen. Ich zum Beispiel möchte keine Kinder. Ich habe nicht die Absicht zu heiraten oder ein Haus zu bauen. Ich habe andere Ziele im Leben. Ziele, die unabhängig von anderen Menschen sind. Ziele, die ich – theoretisch – auch allein erreichen könnte. Ziele, bei denen es auch keine Rolle spielt, ob ich sie morgen oder in fünfzehn Jahren erreiche. Ziele, von denen man vielleicht sogar sagen könnte, es geht gar nicht (nur) um das Ziel selbst, sondern vielmehr um den Weg. Ich habe eine „im Augenblick leben“-Haltung entwickelt. Was bringt mir die Suche nach einem möglichst perfekten Partner, in die ich dann viel Zeit beim Dating investiere, wenn ich morgen von einem Auto angefahren werden kann? Ich möchte mein Glück nicht von einem Ziel abhängig machen, in das ein anderer Mensch involviert ist – ich möchte Ziele haben, die ich selbst in der Hand habe.

Du fragst dich jetzt sicherlich, ob das nicht einsam ist. Nun, ich sage ja mitnichten, dass ich keinen Partner möchte. Dass ich nicht auch irgendwie manchmal das Bedürfnis habe, „anzukommen“. Dass ich mich gegen eine dauerhafte Partnerschaft wehren würde, usw. Im Gegenteil. Ich habe auch meine Tage, an denen ich mir wünsche, jemanden zu finden, mit dem ich eine mehr oder weniger offizielle Partnerschaft eingehen könnte. Nur würde diese Partnerschaft eben anders aussehen: Es wäre dann jemand, der eine ähnliche Haltung hat wie ich, der selbstständig und autark ist. Der nicht die Absicht hat, Familie zu gründen, sondern eben andere, eigene, unabhängige Ziele im Leben hat. Für mich ist es eben kein „ich suche jemanden, mit dem/durch den ich dann mein Glück/Ziel verwirklichen kann“, sondern eher ein „ich arbeite daran, mein Glück/Ziel zu verwirklichen und würde mich freuen, wenn ich jemanden finden würde, der das auch macht, damit man sich gegenseitig begleiten kann“.
Es ist für mich eben keine „Suche“ – ich gehe (m)einen Weg und wenn ich dabei jemanden finde, der mich ein Stück begleitet, dann freue ich mich. Und wenn ich irgendwann jemanden finden würde, der mich bis zum Ende begleitet, weil sein Weg zufällig derselbe ist, dann wäre das wunderbar. Aber ich möchte mein Glück nicht davon abhängig machen. Das Finden eines Lebenspartners gehört nicht zu meinen Lebenszielen, es steht bei mir nicht im Zentrum (diese Haltung kann ich natürlich vertreten, weil ich den Wunsch nach Kindern nicht habe. Mit diesem Wunsch, den ich zwar nicht teile, aber natürlich verstehe, liegen die Voraussetzungen ein wenig anders, wobei auch das nicht zwingend „bis ans Lebensende und monogam“ heißen muss).

Zudem habe ich eben auch ein anderes Konzept von Liebe als die meisten – das hier zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Aber wichtig ist vielleicht der Hinweis darauf, dass ich glaube, dass es… hm, ohne werten zu wollen: ungut ist, in Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Beziehungen generell von „zufrieden“, von „genug“, von „besser/schlechter“, von „satt“ und „erfüllt“ zu sprechen. Wie gesagt, ich glaube, Beziehungen sind immer individuell und nicht vergleichbar – und damit erübrigt sich für mich auch der Gedanke des Vergleichs per se. Wenn ich mir die letzten Jahre anschaue, hatte ich viele großartige zwischenmenschliche Beziehungen, in die auch Sex involviert war. Die waren alle einzigartig, sehr besonders, hatten etwas Eigenes und ich könnte nicht sagen, was besser oder schlechter war. Aus unterschiedlichen Gründen, war es eben nicht von Dauer, fast immer ohne Streit am Ende, Wege trennten sich, nachdem sie sich eine Weile gekreuzt hatten. Hier zu vergleichen, mich zu fragen, wer „besser“ zu mir passt, klingt für mich absurd. Das hat alles wunderbar gepasst, nur war es immer anders. Auch Begriffe wie „genug“ und „zufrieden“ oder generell die Frage, ob man dann „überhaupt mal ganz zufrieden“ sein kann, ob dann „ein Partner nie wirklich genug“ ist, ist für mich irgendwie schwer verständlich.
Liebe (oder wie auch immer man die involvierten Gefühle nun bezeichnet) sollte doch keine Frage von „genug“ sein. Wie viel wert ist eine Liebe, bei der ich mich fragen muss, ob sie mir „genug“ ist? Bei der ich zweifle, ob ich dem anderen „genug“ bin (um nun auch deine letzte Frage aufzugreifen: ob das im Umkehrschluss bedeutet, dass ich selbst niemals für andere genug sein kann). Es ist eine Frage, die ich überhaupt nicht stelle – geschweige denn eine Antwort parat habe. Poly bedeutet nicht, dass ein Mensch mir nicht „genug“ ist – aber generell finde ich nicht, dass es in Sachen Liebe, Zuneigung, Sex überhaupt ein „genug“ gibt oder geben sollte. Wir laufen ja nicht durch die Welt mit einem leeren Eimer und suchen nach jemandem, der diesen Eimer möglichst voll machen kann, bis es reicht, bis es „genug“ ist, bis er „voll“ ist. Und wenn er voll ist, wenn wir „genug“ haben – wäre dann jede Liebe, jede weitere Zuneigung, die man empfängt, „zu viel“? Läuft man dann über und rutscht aus? Kann ein Kind „genug“ Liebe empfangen? Würde man da sagen „das Kind hat Eltern, die ihm genau ausreichend viel Liebe schenken“ oder „die ihm genug“ sind? Dann müsste es doch auch ein „zu viel“ geben. Und warum trennen wir das in Partnerschaften? Warum stellt sich überhaupt die Frage, ob es einen Menschen gibt, der mir „genug“ sein kann und warum wäre es umgekehrt so verwerflich zu sagen, es ist eben nicht genug?
Du siehst, ich habe meine Schwierigkeiten mit der Antwort – diese Semantik der Menge, des Maßes ist für mich dem Konzept Liebe nicht inhärent. Liebe funktioniert so für mich nicht, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Wenn ich mich frage, ob ich dem anderen „genug“ bin, dann liegt mein Problem woanders – definitiv nicht in meinem Beziehungskonzept. Wenn ich mich frage, ob ein anderer Mensch mir „genug“ ist, liegt mein Problem ebenfalls woanders.

Liebe – oder wie auch immer man es nennt – ist doch die eine Sache, die nicht rechnet. Ich will niemanden finden, den ich lieben kann, damit er zufrieden ist, der mich „zufriedenstellt“ und damit ich „jemandem genug“ bin. Ich möchte mir selbst genug sein – DAS ist schon Arbeit genug (vielleicht sogar eine Lebensaufgabe). Ich möchte ohne Anspruch lieben. Ich möchte ohne Anspruch geliebt werden. Ich möchte Freundschaften pflegen, weil Menschen mir gut tun und ich möchte Sex mit einem guten Kumpel haben, weil es Spaß macht. Ich möchte jemanden finden, der mein Leben reicher macht, ohne diese Beziehung zu entwerten durch den Anspruch auf Dauerhaftigkeit. Ohne den Anspruch „zufrieden gestellt zu werden“. Ohne den Anspruch „jemanden zu haben“ (warum denn dieses Besitzdenken, wenn Liebe doch altruistisch sein sollte?). Ohne den Anspruch „glücklich gemacht“ zu werden (Formulierungen wie „er macht sie glücklich“ gelten gemeinhin als romantisch – ich frage mich, warum wir nicht erstmal dran arbeiten, uns selbst glücklich zu machen und es dann zu genießen, wenn jemand anders uns Gesellschaft leistet).

Wenn ich die meisten Menschen sehe, in ihren unglücklichen Ehen, ihren schwierigen Beziehungen, ihrem Fremdgeh-Verhalten, die aber von Liebe sprechen, frage ich mich, was das für eine Liebe ist. Was würde übrig bleiben, wenn man anspruchslos liebt? Wenn man sich selbst genug ist und alles, was dazu kommt, ein Bonus oben drauf wäre, für den man einfach dankbar sein kann? – um meine Antwort nun mit einer (wenngleich rhetorischen) Gegenfrage zu schließen.

Das ist – in dem Versuch, es kurz abzureißen – mein sehr persönliches, rein subjektives Konzept. Ich weiß nicht, ob es verständlich ist, nachvollziehbar oder zu abstrakt. Ich bin gespannt auf eine kurze Rückmeldung, ob die Antwort zumindest gewinnbringend war – unabhängig davon, ob du den Inhalt selbst nachvollziehen kannst. Der Austausch ist mir wichtig, nicht die Einigung. Ich denke, damit wäre schon alles gewonnen.

Herzliche Grüße

O.

4 Kommentare zu „Polyamorie und die Frage nach dem „genug“

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  1. Bevor ich kurz meinen einen Gedanken dazu formuliere, möchte ich einen Satz hervorheben, einfach nur weil ich ihn feierbar finde: „Ich akzeptiere, wenn ich eine Beziehung zu jemandem nicht klar definieren kann, höre auf mir Gedanken darüber zu machen, „was das jetzt ist“ und „wohin das führt“, sondern lebe im Augenblick und genieße es einfach, wenn es mir gut tut.“ – ich möchte es ausdrucken und mir an die Wand hängen. Da schwingt so vieles mit, was ich einfach von der Haltung her bewundernswert finde

    Jedenfalls: Mir schwirrt die ganze Zeit noch der Begriff „Ergänzung“ im Kopf herum. Die Suche nach etwas, das „immer mehr“ von etwas, das „nicht genug sein“, hat was additives, etwas, was das eine durch das andere ersetzt und das wäre z.B. auch nicht das, wie ich es verstehen würde. Statt höher, schneller, weiter und mehr, mehr, mehr finde ich, dass es eher einander ergänzt. Es soll nicht etwas verdrängt werden, sondern Parallelen geschaffen werden, die einander gut ergänzen, die nebeneinander her laufen können, ohne in „direkte“ Konkurrenz zueinander zu treten. Mir hat das fürs eigene Denken geholfen, meine Einstellung zu Beziehungen zu Menschen in unterschiedlichen Kontexten zu äh strukturieren? Mir fällt gerade kein passendes Wort ein. Auf jeden Fall soll auch dieser Kommentar den obigen Beitrag lediglich ergänzen und nicht ersetzen 🙂

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    1. Das ist tatsächlich ein schöner Gedanke, der sehr gut passt! Dass das etwas Additives ist, dass es um Parallelen geht. Schöne Ergänzung – auf allen Ebenen. 😉 Danke!

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  2. Liebe Ophelia,

    bevor ich mich der inhaltlichen Ebene widme, möchte ich dir (und auch L.) ein riesiges Kompliment für diesen Beitrag aussprechen – nicht nur, weil eure Gedanken in allen(!) beleuchteten Aspekten mit mir und meiner Perspektive resonieren, sondern auch, weil die Art des Austauschs in meinen Augen ein Paradebeispiel für eine konstruktive und respektvolle Annäherung an eine Thematik darstellt, bei der es gegensätzliche und vermeintlich unvereinbare Positionen gibt. Der Satz am Ende – “Der Austausch ist mir wichtig, nicht die Einigung.” – ist sooo viel wert und stünde (sofern aufrichtig, natürlich) vielen anderen Diskussionen gut zu Gesicht.

    Wie schon angedeutet, finde ich mich – und viele Aspekte, denen ich im Austausch mit verschiedenen Menschen schon begegnet bin – in diesem Beitrag auf so vielen Ebenen wieder, dass dieser Kommentar im Grunde obsolet ist und ich mich auf ein “Stimmt so für mich!” beschränken könnte. Ich möchte dennoch ein paar Aspekte deiner Gedanken aufgreifen und einige Überlegungen ergänzen…

    Kategorien: Ich bin davon überzeugt, dass nicht nur jede Begegnung zweier Menschen einzigartig ist, sondern auch jeder Zeitpunkt einer Begegnung einen – und zwar GENAU einen – Punkt im Phasenraum zwischenmenschlicher Dynamik einnimmt. Dieser Phasenraum erstreckt sich in so vielen Dimensionen, dass selbst ein Vergleich mit einem Kontinuum von Grautönen (statt einer schwarz/weiß-Kategorisierung) oder gar dem gesamten sichtbaren Farbspektrum hinken muss – aber wie will man diesem Phänomen in den Grenzen von Sprache gerecht werden, die per Definition in konkreten, voneinander abgrenzbaren Begriffen agiert? Die gesellschaftlichen Vorstellungen und Erwartungen, die unsere Liebes-Sozialisation prägen, sind zweifelsohne ein Rahmen, der gleichsam Heimat und Gefängnis sein kann – aber auch die sprachliche Einordnung dessen, was du als “Beziehungs-Anarchie” bezeichnest, kann vermutlich niemals erschöpfend sein, sondern nur eine Näherung, deren Bedeutung sich je nach Adressat massiv von deinem eigenen Verständnis unterscheiden wird. Was ich sagen will, ist (denke ich), dass es sich allein aufgrund der sprachlichen und semantischen Limitationen nicht ganz vermeiden lässt, in Kategorien zu denken – und, dass es gerade in polyamoren Ansätzen sehr wichtig sein kann, die eigene Tendenz zur Kategorisierung immer wieder zu hinterfragen.

    Komparative: Ich habe – leider – auch schon häufig die Erfahrung gemacht, dass zwischen unterschiedlichen Begegnungen Vergleiche gezogen werden, die auf Basis obiger Überlegungen zum Phasenraum nicht gerechtfertigt sind. Offen gesagt kann ich mich auch selbst nicht ganz davon freisprechen – wie oft ist es mir schon passiert, dass ich mir die “Qualität” einzelner Facetten einer Begegnung auch für andere Begegnungen gewünscht habe? Ich denke, das ist ein ganz… natürlicher Vorgang, der allerdings durch unsere Sozialisation (Leistungs-Gesellschaft, Kapitalismus und so weiter) amplifiziert wird und sich dadurch irgendwann erstrebenswert anfühlt. Der Schritt, das kleine Wörtchen “als” aus dem eigenen Wortschatz im Umgang mit Begegnungen zu verbannen, ist vermutlich vergleichbar mit dem Schritt, auf die Kategorisierung von Begegnungen zu verzichten – er widerspricht intuitiven und anerzogenen Verhaltensweisen und muss immer wieder kritisch hinterfragt und vor allem bewusst gegangen werden.

    So weit die graue Theorie (um auch mal Goethe ins Spiel zu bringen). In der Praxis warten dann aber doch Fallstricke und Hindernisse, die es im Rahmen zwischenmenschlicher Begegnungen zu überwinden gilt – denn so schön und einfach eine Aussage wie “…sondern lebe im Augenblick und genieße es einfach, wenn es mir gut tut…” klingt: Aus dem Ziel “Ich möchte ohne Anspruch lieben.” kann für den Gegenüber ein “Ich möchte ohne Rücksicht lieben.” werden, um es mal maximal überspitzt zu formulieren…

    Eifersucht: Man kann sicherlich darüber streiten, ob die Emotion, die wir “Eifersucht” nennen, etwas inhärent Menschliches oder etwas Anerzogenes ist – wahrscheinlich ist sie eine Mischung aus beidem -, aber erfahrungsgemäß lässt sich diese emotionale Reaktion nicht immer verlässlich vermeiden, wenn andere Menschen (in welcher Weise auch immer) ins Spiel kommen. Das heißt nicht, dass man sie nicht rationalisieren könnte – aber es wäre töricht, sie aus falsch verstandenem Idealismus zu ignorieren oder klein zu reden. Eifersucht – ganz gleich, wie man selbst dazu steht – muss adressiert werden, bevor sie eine Begegnung vergiften kann.

    Ansprüche und Erwartungen – sowohl an sich selbst als auch an Andere: So hehr das Ziel ist, ohne Anspruch zu lieben – es lässt sich erfahrungsgemäß nicht ganz vermeiden, dass im Rahmen sich entwickelnder Begegnungen Erwartungen entstehen – häufig auch unbewusst -, die sich im Laufe der Entwicklung der Dynamik zum Fundament für Enttäuschungen auswachsen können; insbesondere, wenn sich im zeitlichen Verlauf einer Begegnung die Position im oben angesprochenen Phasenraum verändert und einer der Beteiligten sich möglicherweise nach der Rückkehr zu einem früheren Punkt im Phasenraum sehnt (oder einen neuen Punkt im Phasenraum anstrebt). Es ist daher meines Erachtens sehr wichtig, immer wieder Introspektion zu betreiben und auch unbewusste Ansprüche oder Erwartungen an die Oberfläche zu holen, um diese dann gemeinsam zu adressieren. Das Gleiche gilt übrigens für Ansprüche und Erwartungen, die man im Rahmen einer Begegnung an sich selbst entwickelt.

    Symmetrie: Meiner Erfahrung nach geht ein erhebliches Risiko von asymmetrischen Konstellationen aus, in denen diese Asymmetrie nicht ausreichend beleuchtet wird. Das kann ein unterschiedliches Verständnis der Attribute “offen” / “poly” / “nicht fest” / “frei” sein, das können unterschiedliche Lebens- oder Beziehungs-Umstände der an der Begegnung Beteiligten sein, das können unterschiedliche langfristige Beziehungs-Ziele sein. Aus solchen Asymmetrien können Eifersucht, Ansprüche und Erwartungen erwachsen, die eine Begegnung mittel- oder langfristig vergiften können. Ich schätze, dass es nicht nur hilfreich, sondern mitunter sogar dringend notwendig ist, solche Asymmetrien frühzeitig zu beleuchten und mögliche Stolperfallen zu identifizieren.

    Offenheit und Kommunikation: Alle genannten Aspekte lassen sich grundsätzlich durch maximale Offenheit und Transparenz berücksichtigen – alle Beteiligten müssen sich in der ständigen Bereitschaft zum schonungslos offenen Austausch über verschiedenste Facetten einer Begegnung befinden, um Veränderungen der Dynamik – sowohl im zeitlichen Verlauf als auch im Hinblick auf weitere Menschen, die ins Spiel kommen könnten – in einer Art und Weise zu adressieren, die sich auf zeitnahe und vor allem gemeinsame Lösungen möglicher Schwierigkeiten fokussiert. Dass hier sprachliche Limitierungen, individuelle / subjektive Perspektiven und die emotionale Dimension Hindernisse darstellen können, steht dabei außer Frage – aber gerade das Bewusstsein dieser Grenzen im Austausch kann die Chance bieten, mögliche Diskrepanzen zu überwinden.

    Kurzum: Der Ansatz, sich von Kategorisierungen und Komparativen zu befreien, ist ebenso wenig ein Selbstläufer wie die eine “feste” Beziehung – die “Arbeit”, die es zu investieren gilt, unterscheidet sich sicherlich von der “Arbeit”, die in etablierten Strukturen geleistet werden muss, aber es geht meiner Erfahrung nach nicht ohne Investition und Pflege.

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    1. Hallo Blackthings,
      ich möchte deinen Kommentar gerade ehrlich gesagt gar nicht weiter „kommentieren“, sondern einfach nur stehen und wirken lassen. Wieder lerne ich ein paar Dinge bzw. bekomme Denkanstöße – beispielsweise finde ich, auch wenn du vorwarnst, dass es überspitzt ist, die Brücke von „ohne Anspruch lieben“ zu „ohne Rücksicht lieben“ spannend und auch den Ausdruck selbst. Ohne Rücksicht lieben – ein Oxymoron, immerhin ist „lieben“ per se etwas Gutes, sollte von Gutem motiviert und mit positiven Zielen besetzt sein, während Rücksichtslosigkeit meist negativ daherkommt. Irgendwie interessant. Ich höre da leise ein trotziges „ich liebe dich eben, ob es dir passt oder nicht“. Spannend irgendwie.
      Auch deine Ausführungen zum Rest, zu den Komparativen. Und generell gebe ich dir auch Recht zum Stichwort Austausch und Kommunikation. Anyway – ich denke nach, was ich immer sehr schätze. Danke also für diesen wunderbaren, ergänzenden Kommentar! Würde mich freuen, wenn man sich bei Gelegenheit mal wieder liest. 🙂

      O.

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