(K)Eine Wahrheit

Oder: Über Kriege, in denen es nur Verlierer gibt

Mit der Stellungnahme gestern hatte ich gehofft, mich zu schützen. Ich hatte gehofft, in Ruhe gelassen zu werden. Ich hatte gehofft, die schlimmsten Vorwürfe zu widerlegen, ohne zurückschießen zu müssen. Ich wollte das hier vermeiden, wirklich, aber es gibt Menschen, die mir keine andere Wahl lassen. Ich hatte gehofft, ihr lasst es gut sein – um unser aller Willen. Ich habe immer gesagt, ich hätte jedes Gespräch auch öffentlich geführt, ich habe nichts zu verbergen, ich bin im Zweifel immer für Transparenz. Ich habe mich bis heute nicht gewehrt, weil diese Transparenz andere Menschen verletzt und selbst wenn es Menschen sind, die es alles andere als gut mit mir meinen, ist es mir zuwider, auf eine persönliche Ebene zu gehen. Ich hätte lieber den Hass in Kauf genommen, als Menschen zu verletzen, die mir einmal wichtig waren.

Aber ich sitze hier, muss zusehen, wie es weiter vorangetrieben wird, weiter eskaliert, wie Menschen, die ich mochte, unter Tweets kommentieren, in denen ich als „Täter“ dargestellt werde, wie von „Missbrauch“ gesprochen wird. Ich bekomme Drohungen, Hass, werde mit Namen genannt und die halbe Bubble spricht darüber, endlich aufzuklären über die „großen Accounts“, die die schlimmsten von allen sind. Über die, vor denen man warnen muss. Meine Arbeit, alles, worin ich seit drei Jahren mein Herzblut stecke, steht auf dem Spiel. Mir wurde von guten Freunden geraten, es auszusitzen, es auszuhalten. Es würde weggehen, Twitter vergisst schnell. Meinen Rechtfertigungszwang zu unterdrücken. Ich habe es versucht, bis jetzt. Jetzt mache ich es auf meine Art – mit offenen Karten. Und von vorn.


Es tut mir leid.


Ich fasse kurz die Fakten zusammen, weil Kontext wichtig ist. Was ich hier schreibe, ist öffentlich nachlesbar. Ich spare mir bewusst Verlinkungen, um nichts zu befeuern.

Vor einer Woche ging ein Thread online mit dem Vorwurf, ich würde in meiner Runde zu psychischer Manipulation aufrufen und nicht einvernehmliches BDSM-Spiel propagieren. Diese Vorwürfe wurden explizit in Anführungszeichen als Original-Zitat formuliert, nicht als Meinung. Ich habe Stellung bezogen, die Vorwürfe von mir gewiesen, weil es Falschaussagen/ -zitate waren, ich diese Worte nie oder in völlig anderem Kontext gesagt habe.

(In den Tagen davor wurde von den Accounts, die später treibende Kraft wurden, anonymisiert über genau dieses Thema diskutiert und „wie schlimm es wäre, wenn das jemand Anfängern gezielt“ beibrächte. Diese Accounts waren die ersten, die den Thread mit den Vorwürfen geteilt und kommentiert haben. Ich halte den Kontakt im Hintergrund und die Absprachen für offensichtlich, auch wenn ich das nicht belegen kann.)

Im Laufe der folgenden 24 Stunden gab es öffentliche Statements von etwa 7 (?) Frauen sowie 2 Mails an mich (weil sich die Verfasserinnen nicht an die Öffentlichkeit trauten aus Angst vor den Reaktionen), die ebenfalls bei genau dieser der Runde anwesend waren und erklärten, dass sie diese Aussagen nicht oder in völlig anderen Kontexten von mir gehört haben und ich in meinen Runden durchweg und explizit auf Einvernehmlichkeit und Rücksicht auf sich selbst und das Gegenüber hinweise.

Es gab eine neutrale Person auf Twitter, die sich als Mediatorin angeboten hat, was ich sehr zu schätzen wusste und weiß. Ich habe über diese Person der Thread-Stellerin ein klärendes Gespräch angeboten, in welcher Form auch immer sie sich damit wohl fühlt, habe angeboten, sie könne gern jemanden mit dazu nehmen. Das Gespräch wurde abgelehnt.

(Ich glaube, den meisten da draußen war das nicht wirklich bewusst, weil es in der Debatte darunter immer um „Kritik“ und „Erfahrungsbericht“ ging – ich stelle mich jeder „Kritik“, aber in diesem Thread wurden mir Straftaten vorgeworfen, basierend auf Falschzitaten, die keine der Anwesenden bestätigen konnte. Ich ließ es am Ende dennoch so stehen, weil ich es für widerlegt hielt und ich nicht nachtreten wollte.)

Am Tag darauf wurde mir Transfeindlichkeit vorgeworfen. Es meldeten sich etliche trans Frauen, die schon an meinen Runden teilgenommen hatten, zu Wort und entkräfteten den Vorwurf.

Es folgten weitere Anschuldigungen, die ich ab dann ignorierte, weil ich begriffen hatte, dass es nie darum ging, hier eine vernünftige Debatte anzustoßen, „aufzuklären“ oder „Kritik“ zu äußern. Es ging darum, etwas zu finden, womit man „endlich Frau O. entlarven“ konnte. Die Sache wurde von Accounts, von denen ich weiß, dass sie seit teilweise mehreren Jahren ein persönliches Thema mit mir haben, weiter befeuert, geteilt und am Laufen gehalten. Was ich las, waren Hass und Missgunst. Ich zog mich zurück.

Kurz darauf wurde von einem anderen Account mein Klarname geoutet (Doxing ist die Bezeichnung für die Veröffentlichung persönlicher Daten ohne Erlaubnis). Es folgte eine öffentliche und explizite Drohung, er würde eine Frau in meine Runden schicken, um zu spionieren und ich solle in Zukunft immer die Frage im Hinterkopf haben „hört er mit?“, abgeschlossen mit einem Kusssmiley.
Diese Drohung macht den Safe Space vor allem für die Teilnehmerinnen nicht mehr möglich. Für mich ein Tiefschlag, die bewusste Zerstörung eines Projekts, das mir mehr als alles andere am Herzen liegt und zudem ein Großteil meines Hauptberufs ist.

Weil ich sah, dass viele, auch große Accounts, von denen ich glaubte, wir haben dieselben Ziele, weiterhin mit diesem Mann guten Kontakt hatten, strebte ich auch hier ein Mediationsgespräch mit weiteren Beteiligten an, ebenfalls im Beisein der oben genannten neutralen Person. Auch um den weiteren Umgang auf Twitter zu besprechen, weil ich glaubte, ein klärendes Gespräch könnte helfen. Weil ich aufgrund des Kontakts zu diesem Mann, der Verwendung meines Klarnamens und der kürzlichen Falschzitate vorsichtig war, bat ich um eine Sicherheit, evtl. in Form einer Aufzeichnung, war aber offen für andere Vorschläge oder Herangehensweisen. Das Gespräch wurde abgelehnt.

In den darauffolgenden Tagen konnte man beobachten, wie Schlossaccounts erstellt wurden und sich Gruppen von Accounts weiter an dem Thema abarbeiteten, es wurde geredet und die Vorwürfe nicht ruhen gelassen.

Seit einigen Tagen ist der aktuellste Vorwurf der von J., einem Mann, mit dem ich letztes Jahr online Kontakt hatte. Ich habe gestern zu seinem ersten Post Stellung bezogen. Kurz und nüchtern, in der Hoffnung, das Thema würde ruhen gelassen. Menschen würden sehen, dass ich gerade Angst um mich und meinen Job habe. Würden sehen, dass ich persönlichste und intimste Beziehungen schlicht und ergreifend nicht öffentlich ausschlachten möchte, weil sie niemanden etwas angehen.

Das war nicht der Fall. Es kamen weitere Posts von ihm und seiner Freundin, es wird weiter gehetzt, ich bekomme Nachrichten, lese Threads, die mit den Worten Hetze, Hass und Mobbing teilweise nicht einmal mehr zu beschreiben sind. Es geht um „Missbrauch“ und „Täter“.
Das hier ist keine neutrale Debatte mehr, in der Menschen über Fakten diskutieren – in meinen Augen war sie das nie. Das hier ist etwas zutiefst Persönliches. Ich hasse es, es widert mich an, mich auf dieses Level begeben zu müssen. Ich habe alles getan, um zu vermeiden, hier persönlich werden zu müssen, ich hätte lieber diese Vorwürfe gegen mich in Kauf genommen, als persönliche zwischenmenschliche Beziehungen auszuschlachten. Aber ich bekomme Nachrichten, ich werde gedoxt, mir wird gedroht, ich bekomme den heftigsten Psychoterror ab, den mir Twitter bisher zu bieten hatte und die Arbeit, die ich in drei Jahren aufgebaut habe, steht auf dem Spiel.

Also hier eine erneute, letzte Stellungnahme. Und weil ich nicht an die Menschen schreibe, die bereits ihre vorgefertigte Meinung haben, sondern ausschließlich an die, die bereit sind, sich ihre eigene zu bilden, schreibe ich faktenbasiert. Über Fakten kann man diskutieren, alles andere ist eine niveaulose Schlammschlacht, auf die ich mich nicht einlasse.



ALLES, was ich also hier als „Fakt“ bezeichne, liegt schlicht und ergreifend schwarz auf weiß vor, weil 90% der Kommunikation über Chat lief. Selbstredend weiß ich, dass die Veröffentlichung privater Nachrichten unter Namen nicht nur unethisch, sondern strafbar ist, weshalb ich das nicht tun werde, sondern mich auf sinngemäße Zusammenfassungen von Konversationen beschränke, wie es im Post gegen mich auch getan wurde, sowie Zitate nur von mir selbst anbringe.

Fakt ist, dass der engere Kontakt, der Beginn der Beziehung zwischen J. und seiner Freundin nicht einfach ein „Kennenlernen“ war, sondern ein online-„Spiel“ zu dritt – mit mir. Wir kannten uns alle über meinen Server.

Fakt ist, er beendete nach wenigen Tagen Kontakt zwischen uns eine bestehende Spielbeziehung zu einer anderen Frau, was bei mir für Erwartungsdruck sorgte und womit ich mich unwohl fühlte, das sagte ich ihm.
Er und ich hatten wenige Male online gespielt, zudem viel freundschaftlichen Kontakt. Er suchte etwas Ernsteres, ich nicht. Ich verstand mich mit seiner heutigen Freundin sehr gut, fand heraus, dass sie tendenziell dominant ist und dass sie Interesse an ihm hat sowie umgekehrt. Ich band sie abgesprochen in das „Spiel“ mit ihm ein, zum Spaß aller Beteiligten.

Fakt ist, dass wir – online – zu dritt „spielten“. Das setze ich in Anführungszeichen, weil es keine eigentlichen Sessions/Spiele gab, sondern es eher ein gegenseitiges Teasing war, basierend auf der Konstellation/dem Kopfkino „zwei dominante Frauen – ein submissiver Mann“. Parallel dazu spielte ich mit ihm noch etwa zweimal zu zweit online im Rahmen der bereits genannten Cuckold-Szenarien. Seine Rückmeldung war positiv, keine Verwendung von Safewords.

Fakt ist, dass ich nicht nur mit ihm, sondern auch mit ihr über meinen entstehenden Kontakt mit besagtem Mann (nannte ich auf Twitter später den Ostseekerl) sogar sprach. Ich war so transparent, dass ich bereits am 31.03. davon erzählte, dass der Ostseekerl mir entsprechende Bilder schickte. Wir unterhielten uns über beide Männer, über die Konstellationen und über das, was da überall gerade entstand. Es gab sogar flirt-ähnlichen Kontakt zwischen dem Ostseekerl und ihr (bspw. Bildertausch). Das hätte nicht transparenter sein können, alle wussten von allem. Die Gespräche liegen vor, auch der Ostseekerl kann das bestätigen (auch auf Twitter aktiv, im Zweifel kann ich (unter Absprache) seinen Account nennen).
Die Konstellation zu dritt sorgte schnell auf allen Seiten für Schwierigkeiten, über die wir alle sprachen. Ich war die einzige von uns, die Erfahrung im Spiel zu dritt hatte und erkannte, dass die Sache durch seine Gefühle für mich, ihre Gefühle für ihn und meinen Kontakt zum Ostseekerl zu kompliziert wurde. Ich begann, mich zurückzuziehen.

Fakt ist, dass es am 19.04. ein langes schriftliches Gespräch gab zwischen J. und mir, in dem ich ihn bat, seine Grenzen neu zu überdenken, weil ich fürchtete, dass er das Spiel mit der Eifersucht von seiner tatsächlichen Eifersucht nicht mehr trennen konnte. Weil er sich nicht sicher war, hakte ich nach – er hatte eine Tendenz. Ich schrieb (Copy-Paste-Zitat aus dem Chat): „das war ein Bauchgefühl […] auf die sollte man hören. Das heißt, es ist eine Grenze“. Seine Reaktion war die Befürchtung, mich damit aber einzuschränken. Meine Antwort war: „Du bist mir wichtig. Ich werd nicht zulassen, dass du über deine eigenen Grenzen gehst“. Auf seine erneute Befürchtung, mich in der Wahl meiner Sexualpartner einzuschränken, schrieb ich: „tust du nicht. Du kommunizierst deine Grenzen“. Gegen Ende schrieb ich erneut: „Ich werd nicht zulassen, dass du deine Grenzen überschreitest, weil du mich nicht verlieren willst“. Das sind einsehbare Originalzitate aus dem Chatverlauf.

Fakt ist, dass danach kein weiteres Spiel mehr stattfand – warum?

Unter anderem weil sich J. und seine Freundin (nachlesbarer Fakt) vier Tage nach diesem Gespräch (24.04.) zum ersten Mal trafen und weil seine Freundin sich am selben Abend bei mir entschuldigt hatte, weil ohne mein Wissen etwas zwischen ihnen passiert war. Das hat mich einerseits getroffen, andererseits gönnte ich es den beiden. Meine Antwort war: „[…] Als hätte es so sein sollen, schwer zu erklären, wirklcih. Aber durch [Ostseekerl] hab ich nicht das Gefühl, ich darf dazu sauer sein. Eher wie…. ein Teil von mir ist froh, weil cih weiß, dass es für [J.] dann nicht nur schwierig ist zurzeit, sondern er was Shcönes hat und das freut mich unglaublich“.

Zu beobachten, wie die beiden sich annäherten, fiel auch mir nicht leicht. Zu lesen, dass er mir nur 5 Tage davor noch Dinge geschrieben hatte wie beispielsweise, dass er lieber bei mir wäre als bei ihr, brachte mich in eine schreckliche Situation, weil ich beide mochte. Diese Konstellation war der Grund für meinen Rückzug. Das jetzt hier schreiben zu müssen, in dem Wissen, wie verletzend es auch für sie sein muss, das zu lesen, fickt mich komplett. Aufgrund solcher Dinge habe ich mich bisher nicht verteidigt, habe darüber mit niemandem je gesprochen – weil ich diskret sein wollte, um niemanden zu verletzen.

J. schreibt, es sei „Ghosting“ gewesen, weil „fehlkommuniziert werden kann nur, wo überhaupt kommuniziert wird“ (Originalzitat).
Fakt ist: Zwischen dem ersten Online-Spiel zwischen J. und mir und dem offiziellen, auf Twitter deklarierten Beginn der Beziehung der beiden liegen wenige Wochen. Am 19.04 sprachen wir über seine Grenzen (danach kein Spiel mehr). Vier Tage später das erste Treffen der beiden. Gut zwei Wochen später (17.05.) waren die beiden offiziell ein Paar.
Unabhängig von der regelmäßigen direkten Zusammenarbeit auf dem Server gab es zudem privaten Kontakt zwischen J. und mir via Chat im Discord u.a. am 01.05., 02.05., 03.05., 04.05., 12.05., 13.05., 17.05., 27.05., 03.06., 22.06., 26.06., 29.06. und danach weniger werdend.

Er spricht von „Ghosting“ in einem Zeitraum von weniger als einem Monat, in welchem die beiden zudem längst hochoffiziell auf Twitter ihre Beziehung verkündet hatten, während er mir Tage davor noch sagte er wäre „lieber bei mir“. Das war kein „Ghosting“ – das war mein schrittweiser Rückzug aus deren Beziehung, weil ich von seinen Gefühlen wusste und für alle Abstand für das Beste hielt.



Fakt ist auch, dass es eine DM-Konversation vom 17. Mai zum Beziehungsbeginn der beiden gibt, in der der Ostseekerl einen Tweet von J. kommentiert und sagte, er freue sich für die beiden. J. antwortete, er freue sich ebenfalls für den Ostseekerl und mich, danach wurden Späße darüber gemacht.

Fakt ist, dass am 29.06., 6 Wochen nach Beginn ihrer Beziehung, ein langes Telefonat zwischen J. und mir stattfand, in dem er mir sagte, wie mein Rückzug bei ihm gewirkt hatte. Ich sah damals ein, dass ich das anders hätte kommunizieren müssen. Erklärte ihm aber, dass es auch mir (trotz der Bekanntschaft mit dem Ostseekerl – ich bin poly) schwer fiel, die beginnende Beziehung zwischen den beiden zu beobachten, weil auch ich ihn wirklich gemochte hatte, mir aber einfach nichts Ernstes vorstellen konnte, unter anderem aufgrund von online/der Entfernung. Ich erklärte ihm, dass meine Absicht nur war, Abstand zu finden, für uns beide, und dass ich geglaubt hatte, dass das zwischen den beiden eine wirklich gute Sache werden könnte, die ich beiden von Herzen gönnte (was sich als richtig herausgestellt hatte, die beiden sind heute noch glücklich zusammen). Ich entschuldigte mich für die Art meines Rückzugs und dafür, dass ihn das verletzt hatte. Diese Entschuldigung war sehr emotional, aufrichtig und ehrlich gemeint. Er hatte sie damals angenommen.

Fakt ist, dass wir seither bis vor wenigen Tagen auf meinem Server eng zusammengearbeitet haben und wenngleich deutlich weniger, auch weiterhin privaten Kontakt hatten.

Fakt ist, dass er vor einigen Tagen unter meinen Tweet, in dem ich von meiner Angst vor der Drohung und dem Doxing sprach, eine Reply schrieb, die er danach wieder löschte, aber die einige Menschen gesehen hatten.
Diese spät Abends öffentlich auf Twitter geschriebene Reply begann mit „Möchtest du wirklich die Büchse öffnen?“, daraufhin Andeutungen zu Grenzüberschreitungen und als Ende die Aufforderung „denk bitte mal gut nach“. Screenshot liegt vor – der wurde mir von mehreren Menschen geschickt, die irritiert waren.
Mir wurde schlecht, für mich klang das wie eine Drohung. Ich wusste nicht, was er meinte und ich hatte ihn völlig anders eingeschätzt. Weil ich dachte, wir hatten alles geklärt, bat ich ihn um ein Telefonat. Er willigte ein.

Fakt ist, dass er mich (schriftlich) darauf hinwies, es sei ihm lieber, den Zeitpunkt des Telefonats so zu koordinieren, dass seine Freundin nicht in der Nähe ist. Das Gespräch war gut. Er sagte, er denke noch immer gern an den Kontakt mit mir zurück. Er sagte, dass er bereits nach der ersten durchtelefonierten Nacht mit mir das Gefühl hatte, sich etwas Ernstes vorstellen zu können – er hätte mir das damals aber nie gesagt, um mich nicht zu „verschrecken“. Die erste Nacht am Telefon sei „magisch“ gewesen und er hatte so etwas sonst noch nie gehabt. Er meinte erneut, das Ende war „halt scheiße“ – ich entschuldigte mich ein zweites Mal, aufrichtig, für die Art meines Rückzugs. Erklärte ihm – ein zweites Mal – dass es auch für mich schwierig war, zu sehen, wie die beiden zusammenkamen und twitterten, dass ich aber wusste, er hätte das bei mir nie gefunden und dass ich einen Rückzug für das Beste gehalten hatte, um den beiden Raum für ihre Beziehung zu geben. Ich entschuldigte mich erneut dafür, wie ich diesen Rückzug kommuniziert hatte und dafür, dass wir beide nicht dasselbe gewollt hatten. Er nahm meine Entschuldigung erneut an und sagte, er würde sich über engeren Kontakt freuen.

Ich spürte, dass ich der Sache nicht trauen konnte, die Reply hatte für mich einen unheimlichen, drohenden Unterton gehabt, seine Aussagen widersprachen dem komplett – meine Intuition schlug an. Ich schob es auf eine Paranoia durch das Doxing und die psychische Belastung der letzten Tage. Ich schlief in dieser Nacht kaum und hatte das Gefühl, aus dieser Sache nie wieder rauszukommen, weil Menschen persönliche Rechnungen mit mir offen hatten. Das ist subjektiv, kein Fakt – das war mein Gefühl.

Fakt ist, dass am Tag nach diesem Telefonat seine „Erzählung über mich“ auf einem neutralen Account anonymisiert online ging. Ich war fassungslos, weil wir gerade erst telefoniert hatten. Alle Accounts, die diese Sache antrieben, inklusive des Doxing-Accounts teilten den Screenshot, kommentierten und verlinkten mich teilweise. Ab dann war nichts mehr anonym, ich bekam die ersten Nachrichten – ich musste davon ausgehen, dass im Hintergrund zwischen allen Kontakt bestand. Weil er sich aber nicht geoutet hatte und ich ihn nicht zwangsouten wollte, schwieg ich auch dazu und musste zusehen, wie sich daran abgearbeitet wurde, wie viele mir bekannte und lieb gewonnene Accounts ihr Mitgefühl aussprachen.

Seine Freundin hat seit letztem Jahr, seit dieser verworrenen Konstellation, seit der Überschneidung ihrer Beziehung mit dem Kontakt zu mir ein persönliches Problem mit mir, was er mir mittlerweile mehrfach bestätigt hat. Ich habe Vermutungen, worin diese Schwierigkeiten mit mir liegen, aber mich dazu zu äußern, wäre Spekulation. Weil ich Server und Privatleben trenne, behielt ich beide im Team, einigte mich auch mit ihr darauf, Privates vom Server zu trennen.

Als vor einigen Tagen mein Klarname öffentlich geoutet wurde und ich Verbindungen sah zwischen ihr und Accounts, die mir mit meinem Klarnamen drohen und ich auf ihre Arbeit im Team angesprochen wurde, war das Vertrauensverhältnis in Bezug auf die Arbeit für mich endgültig weg. Ich machte von meinem Recht Gebrauch, mir mein Team selbst zusammenzustellen und fragte sie, wie wir das ins Team kommunizieren wollen, um es für uns beide möglichst friedlich zu handhaben. Sie überging meine Nachricht, schrieb an das gesamte Team, verließ den Server, J. tat es ihr vier Minuten später gleich, und keine Stunde darauf bekam ich etliche Nachrichten darüber, dass über mich und den Server geredet wird, in Bezug auf „Kindergarten“ und anderes.

Was ich dann machte, machte ich, weil ich mit meinen Nerven am Ende war. Ich musste – erneut – Schadensbegrenzung betreiben. Ich hatte das Bedürfnis, zumindest die Gerüchte klarzustellen, die meine Projekte und hier vor allem ein Projekt betreffen, an dem wirklich etliche andere Menschen hängen. Durch die öffentlich gemachte Debatte stand ich unter zeitlichem Druck, also entschied ich mich wie immer: im Zweifel für Transparenz. Ich postete meine Nachricht an sie und stellte das klar. Ich verlinkte sie nicht, weil ich hetzen wollte – im Gegenteil, ich wollte es ja von Beginn an möglichst in Ruhe klären – sondern weil ich nicht ÜBER Menschen spreche, ohne sie zu nennen. Das war die Absicht dahinter.
Könnte ich Dinge der letzten Woche wiederholen und anders machen, stünde das wohl an Platz 1. Ich hätte es aussitzen müssen. Ich hätte mein Bedürfnis nach Klarstellung unterdrücken müssen. Ich hätte akzeptieren müssen, dass es manchmal nicht um Klärung geht, sondern darum, Emotionen rauszulassen. Meine Absicht, mein Bedürfnis nach Klärung, nach Frieden und Harmonie ging komplett nach hinten los. Heute würde ich auch das einfach aussitzen.

Fakt ist, dass 12 Stunden nach der öffentlichen Auseinandersetzung mit seiner Freundin der Post von J. online ging, der mich öffentlich und namentlich der Grenzüberschreitung, des nicht einvernehmlichen BDSM-Spiels und des Ghostings beschuldigt, und mittlerweile auch ein zweiter Post, der u.a. postuliert, sie hätte die Scherben aufsammeln müssen, die ich zurückließ.

Das sind die Fakten.



Es widert mich an, das hier tun zu müssen. Es widert mich an, meine und die intimsten und privatesten Beziehungen anderer auszuschlachten und zu sehen, wie sie von fremden Menschen im Netz zerrissen werden. Es widert mich an, hier mitspielen zu müssen, diesen Beitrag schreiben zu müssen. Ich habe gestern eine nüchterne Stellungnahme verfasst, weil ich 1. ernsthaft Angst um meine Identität, meinen Namen, meine Arbeit, meinen Account und der für mich zurzeit erschreckenden Boshaftigkeit und dem Hass mancher Menschen hier im Netz habe.
Und 2. weil ich um jeden Preis vermeiden wollte, das hier so aussprechen zu müssen. Sagen zu müssen, was schief lief, weil es am Ende vielleicht die Beziehung zweier eigentlich glücklicher Menschen verletzt, mit denen ich mich einmal gut verstanden habe und denen ich ihr Glück noch immer gönne, egal, was wie mir gerade antun. Das wollte ich um jeden Preis vermeiden. Ich habe das alles nie gegenüber irgendjemandem erwähnt, weil ich diskret sein wollte.

Aber es wurde nicht dabei belassen, mir unterschwellig zu drohen in einer Situation, in der ich bereits am Boden lag. Es wurde nicht dabei belassen, den Screenshot semi-anonym zu teilen. Es wurde nicht akzeptiert, dass ich weiterhin alles abprallen ließ und es aussaß, hoffte, es würde einfach vorbeigehen.
Nein, nachdem die Vorwürfe als Falschaussagen von Anwesenden widerlegt waren, die Vorwürfe der Transfeindlichkeit ins Leere gingen, nachdem ich auch nach dem Outing meines Namens weiterhin twitterte, nachdem ich mich nicht dazu hinreißen ließ, zu irgendetwas wirklich etwas zu sagen und irgendwie nicht angreifbar genug war, wurde im richtigen Moment das letzte Register gezogen – es wurde mir ja vorher öffentlich angedroht, auf eine in meinen Augen psychisch unfassbar miese Art: Als offene Reply unter den Tweet, in dem ich vom Doxing schrieb – lange genug, damit ich es lese, nicht lange genug, um von vielen anderen gelesen zu werden, öffentlich, um mir zu zeigen, dass man bereit ist, diesen Schritt zu gehen.

Es war das letzte Register, das man ziehen konnte, um einen Shitstorm am Laufen zu halten, der bislang inhaltlich ins Leere ging, bevor die Gelegenheit verpasst wurde, weil sich Twitter wieder beruhigt. Ein Shitstorm, der bis dahin lediglich erreicht hat, dass ich 4kg abgenommen habe, mein Klarname geoutet wurde und ich komplett am Ende bin und die Welt nicht mehr verstehe. Das hat nicht gereicht, die Vorwürfe waren alle widerlegt worden, Gespräche um zukünftigen Umgang zu klären, wurden allesamt abgelehnt. Es war nötig, etwas zu finden, das meinen Kern trifft – das, wofür ich seit 3 Jahren stehe, arbeite, worin ich mein Herzblut stecke. Klar – das, was bei mir trifft, ist, meine Integrität, meine Art zu spielen anzugreifen. Mir „Missbrauch“ und nicht einvernehmliches Spiel vorzuwerfen. Natürlich – weil damit meine gesamte Arbeit, alles, wofür ich stehe, infrage gestellt wird.

Und warum? Weil seit einigen Jahren mehr und mehr Menschen ein persönliches Thema mit mir haben und nur darauf gewartet haben, bis ich endlich öffentlich angreifbar bin und weil der Hass sich noch zu steigern schien, als klar wurde, dass die Angriffe sich als haltlos herausstellten. Weil diese Menschen nicht in der Lage sind, Vorwürfe zu äußern, die auch nur ansatzweise mit Fakten belegbar sind und weil Menschen dazu tendieren, sich in der Gruppe sicherer zu fühlen. Und weil die ersten Vorwurfe inhaltlich gesammelt widerlegt wurden, wurde weiter gesucht, sich weiter gegenseitig angestachelt, um den Sturm am Laufen zu halten, ganz in einer „wenn dann jetzt“ – Manier.
Manche dieser Accounts sind Männer, die von mir ein Nein bekommen haben. Anderen wurde der private Kontakt gänzlich verwehrt. Wieder andere sind einfach berufliche Konkurrenz, von einigen weiß ich noch, sie sind mir in dem Augenblick entfolgt, als ich mehr Follower hatte als sie. Wieder andere tragen verletzte Gefühle mit sich herum und einige sind offensichtlich einfach nur voller Hass und Missgunst. Diese treibenden Kräfte, die seit zwei Jahren brodeln und lästern, mischen sich mit Menschen, die Skandale brauchen, gerade in Zeiten von Corona, mit Menschen, die gern hetzen und hassen und mit Menschen, die einfach blind zuschlagen, ohne sich eine tatsächliche Meinung zu bilden, und mit solchen, die sich einfach gern von Strömen treiben lassen.

Alles im Gesamten ist das hier ein Shitstorm allererster Güte, der auf individuellem Groll, verletzten Gefühlen und zutiefst persönlichen Motiven heraus geführt wird, der ausschließlich dazu dient, mich und meine berufliche Existenz gezielt zu zerstören und der mich im Einzelnen von bestimmten Menschen und im Gesamten von der Menschheit auf eine Art enttäuscht, die ich nicht in Worte fassen kann.

Es tut mir leid, ehrlich und aufrichtig leid für alle, die unbeteiligt sind. Für alle, die hier einige Menschen oder ihre Accounts mochten und die sich nun zwischen den Stühlen fühlen. Ich habe bis jetzt versucht, auszuhalten, abprallen zu lassen, es auszusitzen. Ich wollte nicht, dass sich Seiten bilden, ich wollte nie, dass Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben, in Lager geteilt werden. Ich habe Gespräche gesucht, um Einigungen gebeten, ich habe Drohungen und Doxing in Kauf genommen, weil ich nicht indiskret werden wollte, weil ich nie, wirklich niemals an den Punkt kommen wollte, an dem ich über persönlichste, intimste Beziehungen sprechen muss, als stünde ich vor einem von einigen hier selbst ernannten social media Tribunal. Es widert mich an, ich widere mich selbst an, weil ich diesen Schritt gehe, weil ich zu diesen Mitteln greifen muss, aber ich weiß keinen anderen Weg.

„Missbrauch“

Ich habe schon über Missbrauchsfälle geschrieben, ich habe mit Beratungsstellen gearbeitet, Opfer zu Anwälten begleitet, aber da lagen Fakten, Strafanzeigen, Beweise oder Screenshots von Vergewaltigungsopfern vor, Erzählungen von Menschen, deren Safewords übergangen werden – DAS ist Missbrauch. Und selbst da hätte ich nie gewagt, das namentlich zu machen, weil es Vorgehensweisen gibt, um zu vermeiden, dass die falschen Menschen freigesprochen oder verurteilt werden. Ich weiß aus bitterster Erfahrung, dass dieses System unzuverlässig ist, aber wenn wir Selbstjustiz zulassen und auf den Mob und seine Mistgabeln hoffen, sind wir alle verloren.

Es wird zugelassen und befeuert, dass ich mit „Tätern“ in einen Topf geworfen werde, weil mein – aus Rücksicht auf zwei andere Menschen vorgenommener – Rückzug aus einer komplexen zwischenmenschlichen, durch Corona noch schwierigeren Beziehung als „Missbrauch“ verkauft wird. Für’s Protokoll: Er wurde unter seinem Posting gefragt, ob er sich denn tatsächlich „missbraucht“ fühle, seine öffentliche Antwort von heute (16.03) war: „Ich persönlich fühle mich nicht missbraucht. Aber einfach richtig scheiße behandelt“. Er schreibt hier explizit, es war kein Missbrauch.

Ist einigen da draußen eigentlich klar, was sie tatsächlichen Missbrauchsopfern, dem Diskurs über Missbrauch antun, wenn sie das hier zulassen und bestärken?

Für’s Protokoll: Zwei Replies unter seinem Statement, dass es kein Missbrauch war, schreibt seine Freundin: „Wenn man nie offen über missbräuchliches Verhalten und Grenzüberschreitungen von (hier) prominenten Personen spricht, wird sich an deren Verhalten halt nie etwas ändern.

Ehrliche Frage an alle: Selbst wenn – selbst wenn ich ihn „scheiße behandelt“ hätte: In welcher Welt rechtfertigt das das, was hier passiert?

Ebenfalls für’s Protokoll: Es ist nicht meine Absicht, das hier umzukehren und seine Gefühle kleinzureden. Ich glaube, er hat ernsthaft unter dieser Konstellation gelitten, unter den unklaren Verhältnissen, die wir drei oder besser vier in diesen Wochen hatten – genau wie sie. Ich glaube, es ging ihm ernsthaft nach und ich stelle es mir unglaublich schwierig vor, eine Beziehung einzugehen und zeitgleich einen emotionalen Spagat zu schaffen (übrigens glaube ich auch, dass es für sie nicht leicht war und ist, aber für die Gefühle der an dieser Konstellation Beteiligten trage ich keine Schuld). Ich kann verstehen, wenn er seine Erfahrungen teilt – ich hätte auch verstanden, wenn er über die Erfahrung mit mir gesprochen hätte. Über die Gefahr von online Spielen, von Spielen mit dem Kopf, von Konstellationen mit mehr als zwei Beteiligten, gerade, wenn ernste Gefühle im Spiel sind. Er hätte über so vieles schreiben können, wäre es ihm oder den beiden ernsthaft darum gegangen, Erfahrungen zu teilen und „aufzuklären“.

Aber nach einer zwar subtilen, aber deutlichen Drohung genau in diesen Tagen, in denen ich ohnehin bereits am Boden liege, auf den Psychoterror, den Shitstorm aufzuspringen und zuzulassen, dass es um „Missbrauch“ geht, während er selbst sagt, dass es kein Missbrauch war, die Fakten so zu verdrehen, die Hälfte der Geschichte bewusst auszulassen, ist in meinen Augen ein niveauloser und menschlich enttäuschender Zug. Ich hatte ihn anders eingeschätzt. Auch dieses Gefühl ist eine Narbe, die ich aus dieser Sache davontragen werde.

Es tut mir – bei allem, was sie mir gerade antun – beiden gegenüber leid, dass ich keinen anderen Ausweg gesehen habe. Es tut mir leid, dass ich seine Gefühle nicht erwidert habe, dass seine Gefühle für mich und für sie sich offensichtlich überschnitten haben und alle Beteiligten damit Schwierigkeiten hatten. So viele Dinge tun mir leid.

Am meisten vermutlich zu sehen, dass das hier ein Krieg ist, aus dem wir alle als Verlierer hervorgehen.

Selbstreflexion

Ich habe gestern von einer bisher neutralen Person den Hinweis bekommen, sie sei enttäuscht, weil ich keine Selbstreflexion zeige. Von einer anderen Person, die ich sehr schätze, las ich, es sei nun „Zeit, sich auf Fehler zu besinnen“. Ich verstehe, dass meine Stellungnahme gestern merkwürdig klang, für meine Verhältnisse wohl sehr nüchtern. Ich hatte in der Nacht davor einen Beitrag geschrieben über 14 Seiten, ihn wieder gelöscht, weil… ja, weil ich ernsthaft Angst vor den Drohungen, dem Doxing hatte – seine Freundin hat öffentlich guten Kontakt mit diesem Account. Weil ich nicht indiskret werden wollte. Weil sich alles in mir dagegen wehrte, persönliche Beziehungen vor der Öffentlichkeit breitzutreten und weil ich niemanden verletzten wollte.

Selbstreflexion findet nicht immer nur so statt, dass alle Menschen sie sehen.
Es ist Reflexion über und mit sich selbst – das ist der Witz. In erster Linie ist es etwas, das man mit sich selbst ausmacht. Ich wollte darauf verzichten, meine „Selbstreflexion“ öffentlich zu machen, weil ich finde, dass es 1. niemanden hier etwas angeht, wie ich mit meinen Fehlern umgehe. Und 2. weil ich Hintergründe hätte erklären müssen und darauf aus Diskretion anderen gegenüber verzichten wollte.

Ich habe mich letztes Jahr bei J. in einem emotionalen Telefonat entschuldigt, weil mir die Art meines Rückzugs leid getan hatte und weil mir leid getan hatte, das wir an unterschiedlichen Punkten standen und alles kam, wie es kam. Das hatte nichts mehr mit BDSM zu tun und war auch kein Teil der früher stattgefundenen online Spiele – das war eine zwischenmenschliche Zwickmühle. Ich bin lange mit mir umgegangen, ich habe mit dem Ostseekegerl viel über diesen Rückzug, meine Zweifel an mir selbst gesprochen. Ich hatte mich bewusst für diesen Weg entschlossen, weil ich merkte, dass seine Freundin unter der Situation litt. Dass er sich nicht auf zwei Frauen konzentrieren konnte und weil es mir ebenfalls nicht leicht fiel, die Annäherung der beiden zu erleben. Dass er diesen Weg nicht gut heißt, verstehe ich. Aber ich bin fremden Menschen im Internet keine Rechenschaft schuldig. Ich gehe mit Fehlern konstruktiv um, für mich, um aus ihnen zu lernen – meine Entschuldigungen landen bei den einzigen Menschen, die sie etwas angehen. 15.999 meiner Follower gehören nicht dazu.

Ich spiele seit letztem Jahr mit Faust, es gab 2 Treffen, der Rest blieb online, unter anderem aufgrund von Corona. Faust weiß, dass ich schwierig und „komisch“ bin, dass ich andere Erwartungen habe als die meisten, dass ich mich manchmal zurückziehen muss, dass ich Raum brauche, dass ich manchmal verpasse, das angemessen zu kommunizieren.
Es gab auch eine lange Phase der Keuschhaltung, die ich am Ende falsch eingeschätzt habe. Es gab mehrere Dinge, die nicht gut liefen, die auf meine Kappe gingen. Aber es waren neue Situationen für mich, in vielerlei Hinsicht. Es gab Gespräche, ich habe gelernt. Kürzlich gab es wieder eine Keuschhaltungsphase, die letzten Tage davon in der Zeit des Auszugs der Seelenschwester, und ich wusste, es würde mir nicht gutgehen. Ich kommunizierte das klar, präventiv, bot ihm an, das vorher aufzulösen, weil ich nicht sicher war, ob ich angemessen reagieren könnte. Es lief wunderbar. Ich lerne aus Fehlern, ganz konkret. Regelmäßig.
Mehr noch: Ich habe viele Dinge, die ich gelernt habe, Schwierigkeiten, auf die ich stieß, in meinen Runden angebracht, als Erfahrungsbericht, als Schwierigkeit, die man haben kann und mit möglichen Lösungen. Ich reflektiere, ich lerne aus Fehlern, ich entschuldige mich, ich nutze meine Fehler sogar für meinen Runden, um dafür zu sorgen, dass andere daraus lernen können.
Alles, was ich mir spare, ist, diesen Prozess der Selbstreflektion, der intimsten, persönlichsten Gedanken in jedem Detail mit der breiten Masse zu teilen. Ich schreibe nicht jeden Schritt meines Innersten auf. Ich führe kein öffentliches Logbuch für 16.000 Menschen über meine Verfehlungen, um auch ja jedem fremden Menschen hier schriftlich zu erklären, dass ich daraus gelernt habe, als wäre ich ein unartiges Schulmädchen, das an die Tafel zitiert wird. Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es anmaßend, dass das erwartet wird.

Was ist mir gerade das Wichtigste?

Das Wichtigste ist mir persönlich, dass wir alle etwas aus dieser Sache lernen. Dass wir alle unseren Umgang mit social media überdenken und noch mehr unseren Umgang mit der eigenen Meinungsbildung. Dass wir alle darüber nachdenken, wie schnell es zu Eskalationen kommen kann und begreifen, dass wir mit solchen Eskalationen zulassen, dass es auf allen Seiten nur Verlierer geben kann. Ich bitte jeden, der das hier liest, aus tiefstem Herzen, sich auch in Zukunft seine Meinung nicht aufgrund von persönlichen Einzelerzählungen zu bilden, nicht aufgrund von zutiefst subjektiven zwischenmenschlichen Erfahrungen oder aus dem Kontext gerissenen vermeintlichen Zitaten oder Einzelscreenshots, die kein Außenstehender jemals wird beurteilen können.

Ich hoffe, aus tiefstem Herzen, dass Menschen erkennen, dass man persönliche, zwischenmenschliche Beziehungen nie, einfach NICHT beurteilen kann, wenn man nicht beteiligt war. Es ist immer möglich, einzelne Sätze aus einem Kontext zu reißen. Es ist immer möglich, ein BDSM-Spiel falsch darzustellen. Es ist immer möglich, eine subjektive Erfahrung so klingen zu lassen, dass es für Unbeteiligte eindeutig scheint. Ich hoffe, dass jeder, der diesen Sturm über „Missbrauch“ mit „das ist so schlimm, was dir passiert ist“ kommentiert hat, sich in Ruhe überlegt, ob das, was hier passiert, gerechtfertigt ist und ob er mit gutem Gewissen sagen kann, dass er alles versucht hat, um sich eine neutrale Meinung bilden zu können.

Ich hoffe, dass Menschen endlich bewusst wird, dass es immer Hintergründe gibt, die man als Außenstehender nicht kennen kann und dass immer Geschichten zugrunde liegen, von denen niemand etwas weiß, Zusammenhänge, die man von außen nicht sieht. Beachtet das bitte, BEVOR ihr urteilt.

Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass Menschen sich nicht blenden lassen, weil auf einer Seite „viele“ sind und auf der anderen Seite „nur einer“. Wenn „viele“ aus Hass agieren, dann ist es am Ende einfach nur… viel Hass.

Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass Menschen wieder lernen, sich ihre Meinung auf Basis eines Gesamtbilds zu machen – ein Gesamtbild, das auf Fakten basiert, die jeder Einzelne für sich nachprüfen kann.

Nicht auf dem, was ein Mensch einmal sagt und nicht auf dem, was ÜBER ihn gesagt wird – völlig egal, ob gut oder schlecht. Sondern basierend auf dem, was ein Mensch macht, und zwar langfristig. Wie er lebt. Redet er hinter dem Rücken über andere? Lästert er? Spricht er schlecht von Unbeteiligten? Wie und womit verbringt er sein Leben, welche Werte vertritt er? Welche Kämpfe kämpft er und in welche Projekte steckt er seine Energie? Verteidigt er Diskriminierte? Wie geht er mit denen um, die ihm unterlegen sind? Steht er für solche ein, die nicht für sich selbst einstehen können?

Das sind die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich einen Menschen beurteilen möchte. Fragen, die ich mir stelle, bevor ich mir eine Meinung bilde. Fragen, die Kant mir beigebracht hat und die ich für wichtiger halte, als den verzweifelten Versuch, einen Menschen nach dem zu beurteilen, was Einzelne über ihn sagen und persönlichste, zutiefst emotionale und subjektive Schilderungen auseinanderzunehmen, nur um am Ende eben doch erkennen zu müssen, dass es in zwischenmenschlichen Beziehungen einfach keine Wahrheit gibt.

Ich hoffe aus tiefstem Herzen auf Ruhe, nicht nur für mich, sondern für alle Beteiligten. Ich hoffe darauf, dass die richtigen Menschen bleiben und alle anderen bald etwas in ihrem Leben finden, das ihren Groll auflöst.



Ich habe jetzt alles gesagt, was ich zu sagen habe.
Ich werde weiterhin das machen, was ich hier seit drei Jahren mache. Ich werde schreiben, ich werde aufklären, ich werde Erfahrungen teilen. Ich werde weiterhin streitbar bleiben, offen für Kritik, aber mir auch weiterhin und zukünftig noch besser aussuchen, auf welche und wie ich jeweils auf sie eingehe, weil ich gelernt habe zu unterscheiden zwischen konstruktiver Kritik und blindem Hass. Ansonsten möchte ich keine kategorische „Loyalität“, ich möchte keine Menschen, die mir gut zusprechen, weil sie „mich mögen“. Alles, was ich möchte, ist, dass Menschen wieder lernen, sich ihre Meinung auf der richtigen Basis zu bilden.

Ich hoffe, dass einige von euch bleiben. Ich hoffe, dass ihr mich im Zweifel fragt, wenn etwas unklar ist. Ich hoffe, dass ihr euch ein eigenes Bild macht und auch aus meinen Fehlern etwas mitnehmt. Menschen, die auf Twitter blind in eine Richtung hetzen, ohne diesen Beitrag gelesen zu haben, werde ich ignorieren – zum Selbstschutz, weil ich mit dem Hass einfach nicht mehr umgehen kann. Ich weiß, dass bei entsprechenden Accounts Gerüchte herumgehen und mein Name verwendet wird. Ich weiß, dass J.s Freundin mit dem Account, der mich gedoxt hat, über „Erfahrungsberichte“ spricht, über „weitere Opfer“. Ich muss nach dieser Sache davon ausgehen, dass Menschen bereit sind, mich weiter zu doxen, mir zu schaden, Accounts zu erstellen, Geschichten zu erfinden. Sollte das Überhand nehmen, werde ich meinen Account vorerst deaktivieren, bin dann aber über den Blog, per Mail, den Kerker und Patreon weiter erreichbar. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt.

Ich weiß, dass ich mit diesem Beitrag Menschen verletzt habe, die mir einmal wichtig waren, und – egal, ob es ihnen umgekehrt ähnlich geht – das tut mir ehrlich und aufrichtig leid, weil ich besser sein möchte als das. Aber es war der letzte Ausweg, den ich gesehen habe, um meine Arbeit und mich selbst zu schützen.

Ich möchte an dieser Stelle alle, wirklich alle bitten, es ruhen zu lassen. Nicht mehr zu schießen, in keine Richtung. Das hier war eine Eskalation aus Emotionen, blank liegenden Nerven aller Beteiligten aufgrund der Covid-Situation, auf vielen Seiten fehlgeschlagener Diskurs, viel Hass, aber auch vielen legitimen Gefühlen, die ich gern aus der Sache rausgehalten hätte und die ich euch nun bitte, nicht zu kommentieren.

Das hier ist ein Krieg, aus dem jetzt alle Beteiligten als Verlierer hervorgehen und das halte ich für ernüchternd und traurig genug und für einen Anlass für jeden von uns, jetzt in sich zu gehen, durchzuatmen und nachzudenken.


Ein letzter allgemeiner Ratschlag:

Wenn ihr merkt, dass euch social media nicht gut tut, dann findet eine gesunde Distanz. Geht offline. Versucht etwas im „realen Leben“ zu finden, das Ausgleich schafft. Gerade in der Lockdown-Situation ist social media für viele von uns zum Hauptkontakt mit der Welt, teilweise zur einzigen sozialen Interaktion geworden. Das kann ein Vorteil sein – aber achtet auch auf die Nachteile.

Achtet auf euch selbst.

11 Kommentare zu „(K)Eine Wahrheit

Gib deinen ab

  1. Danke für deine Worte. Das muss Dir nicht leicht gefallen sein. Und auch wenn ich hoffe das der ein oder andere versteht was Du sagen willst bin ich pessimistisch genug um nicht wirklich daran zu glauben. Ich habe von Anfang an nichts zu all dem gesagt. Erstens weil ich nun einmal von nichts Zeuge war (so wie quasi niemand!) udn weil ich wusste das ich eben nicht neutral bin, nicht neutral sein kann. Ob wegen deines Buches oder eben ganz besonders wegen der MaleSubRunde. Denn ich kann auch nicht so tun als würde mir besonders die Erfahrung aus diesem Abend nicht so unheimlich viel bedeuten. Und ja, für mich ist da auch eine emotionale Komponente im Spiel. Du willst keine Loyalität, das verstehe ich absolut. Du willst nicht das Dir jmd. beisteht weil er Dic mag, auch das verstehe ich sehr gut. ich musste die letzten Tage meine Motivation was Dich und die Vorgänge angeht stetig hinterfragen um nicht den Fehler zu machen Dir helfen zu wollen, aus den falschen Gründen. Ich bin nicht neutral, also halte ich mich raus. Das war nicht einfach weil Du mir diese Tür ins BDSM geöffnet hast und das kann und werde ich auch nie vergessen. Und ja, es hat weh getan diese Vorwürfe gegen Dich zu hören. Und trotzdem zu versuchen eine neutrale und eigene Meinung dazu zu haben. Und egal was ich hätte tun können (Nichts), nichts hätte Dir geholfen. Alles hättest Du postwendend abbekommen. Deswegen habe ich mich versucht rauszuhalten, weil eh zu erkennen wae das es nicht aufhören wird. Gleichzeitig tobte in mir der kleine feige Egoist, der nur Angst um sich hat, darum das es keine Runden mehr geben wird, auf die ich mich so sehr gefreut habe. Das es Dich in der Exitens trifft, dein Lebenswerk der letzten Jahre, das ist so viel schlimmer. Und ich habe mich deswegen wirklich schlecht gefühlt. Also weiter mitlesen, runterschlucken, nichts tun was eh alles nur schlimmer machen würde. Bis heute. Ich hoffe wirklich das ich mich bisher mehr oder weniger korrekt verhalten habe. Perfekt neutral? Nein. Im Kopf tobt der Sturm nämlich schon, aber ich lasse ihn eben nicht raus. Ich verstehe wie wichtig es ist das ich/andere sich ihre eigene Meinung bilden. Und nicht bei Dir sind weil Du bist wer Du bist. Naja, oder so ähnlich. Ich versuche gerade die passenden Worte zu finden, obwohl es schwer ist. Habe ich mich falsch verhalten? Habe ich etwas getan was nicht ok war? Etwas geschrieben? Ich denke nicht. Das mich die ganze Sache emotional sehr mitgenommen hat, auch weil dieser sichere Raum gerade gefühlt zerstört wird, ist definitiv so. Egal ob in der Runde oder auf Twitter. Ich bin immer neu neu und fühle ich nicht mehr so wohl wie von Anfang an. Und es ist ein Spagat. Meine eigene Meinung zu haben und ich versuche es wirklich. Oft genug wurde in den letzten Tagen gesagt das ist so, das hört auch wieder auf. Nur wie man sich als Anfänger in diesem Vorgängen fühlt interessiert wohl niemand so recht. Es ist zutiefst verstörend. Ich möchte eigentlich nur sagen und hoffe das ich es korrekt ausdrücke. Ich schreibe das wie alles andere an Dich nicht aus Loyalität oder weil ich Dich mag. Ich versuche meine eigene Meinung zu haben und weiß das es mir nicht leichtfällt. Denn irgendeine emotionale Bindung ist aus der Runde, auch aus deiner so netten Art im Mail Kontakt, hängengeblieben. Es könnte auch anders sein. Aber das darf meine Meinung nicht beeinflussen. Und Du würdest das zu recht falsch finden. Wenn irgendetwas von diesem Geschreibsel in diese Richtung geht (zumindest wenn Du es lesen solltest) dann ist es eine Versehen. Und ich bin offen für Kritik. Ich hoffe das Du nicht allein bist, gerade jetzt. Das jmd. für Dich da ist uind vetl. auch jmd. für Schutz. Das ganze kennt tatsächlich nur Verlierer. Vielleicht versteht das der eine oder andere. Ich hoffe das war so ok. Manches sollte man nicht schreiben im ersten Schwung, aber später würde mir der Mut fehlen. Das ich Dich kennenlernen durfte freut mich sehr und ich hoffe das es das nicht war. LG

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  2. Hhm, dieser Knäuel ist absolut uneinsehbar. Ich denke, es geht um unerwiederte Gefühle, Rache und Missgunst. Dann kamen Leute hinzu die definitiv handelten um Schaden zu verursachen. Die absichtlich eine Situation zwischen O, J und L ausnutzen und Öl ins Feuer gießen. Absolut schwierig

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  3. Du tust mir im Moment richtig Leid Ophelia.
    Ich kennen keinen Menschen der so gerade, reflektiert und rücksichtsvoll ist, wie Du es bist.
    Die Tendenz das sich frühere „Jünger“ von Dir sich jetzt gegen Dich stellen, mit kleinen subtilen Äußerungen so ganz am Rand ist mir schon länger aufgefallen. Das hat bei mir dazu geführt das ich echt vielen auf Twitter entfolgt bin.
    Sie wissen und merken einfach das sie selber nie so gut sein werden wie Du es jetzt schon seit vielen Jahren bist.
    Das ist wirklich sehr schade.
    Ich weiß das Du auch das durchstehen wirst und freue mich mit Dir auf bessere Zeiten.

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  4. hey Ophelia,

    ich habe dieses hin und her „relativ lange“ verfolgt bis es mir zu viel wurde und einigen Leuten entfolgt bin. Ich darf und kann hier keine Partei ergreifen, denn:
    1.) keine Person war dabei und hat erlebt was passiert ist, außer ihr 4.
    2.) ich bin meist nur stiller Leser und habe daher gar keine Ahnung was im Hintergrund so alles passiert ergo => Klappe halten.

    Eine „gute“ Sache hatte das ganze wenigstens für mich: ich habe gelernt, dass ich nicht so immun gegen unterschwellige/indirekte Anmerkungen bin wie ich gedacht habe…

    Weiterhin hoffe ich, dass ich es irgendwann mal schaffe mir selbst ein Bild von deinen „O-Runden“ zu machen und bis es soweit ist werde ich weiterhin immer mal wieder hier vorbeischauen und hoffentlich lernen aus dem Umgang mit dir bzw. den Leuten aus der BDSM-Twitter-Szene.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und das es endlich aufhört!

    Mit lieben Grüssen
    Marcel

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  5. Liebe Lia,
    Liebe Ophelia,
    Du kennst mich nicht und ich kenne dich nicht. Ich folge dir auf Twitter seit ungefähr zwei Jahren und ich bin einer dieser stillen Accounts, der nie was schreibt und nur mitliest. Ich habe in meinem Sexleben nie was mit bdsm zu tun gehabt und wahrscheinlich wird das auch nie meine Tasse Bier aber es gibt genau zwei Frauen die mir wirklich geholfen haben, mit meiner eigenen Sexualität umzugehen. Das eine ist karley sciortino (slutever) und die andere Du. Ich hatte nie das Gefühl, dass du (oder Slutever) propagierst eigene Grenzen zu überschreiten oder Dinge zu tun nur weil sie dem gegenüber gefallen. Ich äußere mich im internet eigentlich nie aber ich will nicht zulassen, dass du dich zurück ziehst nur weil irgendjemand einen Film fährt. Ich habe in all deinen Posts immer wieder gelesen und wahrgenommen, wie wichtig dir Einvernehmlichkeit und Kommunikation ist. Und obwohl ich wie gesagt mich online eigentlich nie irgendwo äußere, will ich dir sagen: Bitte bleib bei mir! Bei uns! Ich bin dankbar für die Aufklärung und dass sind unzählige andere bestimmt auch.
    Falls es dir hilft, darfst du mich gerne anschreiben.
    Alles Liebe J.

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  6. Liebe Ophelia, von Zeit zu Zeit lese ich Deinen Blog. Manchmal in Zeiten, in welchen es Dir gut geht, manchmal in Momenten, welche schwierig für Dich sind. ich kenne Deinen Twitter Account nicht, weiss nicht was dort abgegangen ist. Ich möchte Dir viel Stärke wünschen und dass sich dieser Sturm wieder legt, dass die raue See sich wieder glättet und eine bezaubernde Insel am Horizont näherkommt. Dein Blog, Deine Worte, sie haben mich immer wieder berührt, und wenn ich darf, wünsche ich mir das auch für die Zukunft. Alles Gute!

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  7. Liebe Ophelia,
    Ein großes Lob für diese klaren Worte.
    Wie auch einige meiner Vorredner hier bin ich eigentlich bislang nicht in der Szene zuhause, in der sich all das abspielte. Ich bin ich über einen zufälligen Klick beim Quarantänekerker gelandet und seit gut einem Jahr auch sporadischer Mitleser von Blog und Twitter.
    Dennoch habe ich einiges mitgenommen aus deinem Schreiben. Ideen zum Thema Nähe und Distanz, zu Lebensentwürfen und zu Kommunikation. Gerade in schweren Zeiten von Corona wichtige Themen.

    Dein respektvoller Umgang mit Mitmenschen ist auch aus diesem Text wieder zu beobachten.
    Ein Urteil will ich mir als einseitiger Mitleser, der nur Fragmente kennt, nicht erlauben,.
    Dennoch möchte ich meine Hochachtung für den Umgang mit so brisanten und hoch persönlichen Themen zum Ausdruck bringen.
    Für die nächste Zukunft wünsche ich euch allen viel Kraft und Menschen, die den Rücken stärken.

    Alles gute!

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  8. Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, wie elend du dich gerade fühlst. Es tut mir sehr leid, dass du das hier tun musstest – lass dich nicht unterkriegen. Wenn du kannst, lauf mal einen Berg hoch und genieße die Stille. Viel Kraft für dich.

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