#FragFrauO: Zwischen Dominanz und Übergriffigkeit

Oder: Von manipulativen Doms, Red Flags und sehr viel Ambivalenz

Die folgende Nachricht einer Leserin beinhaltet die Frage, wo man im BDSM Grenzen zieht, also was noch dominant und was schon übergriffig ist. Angelehnt an den Podcast von letzter Woche, der exakt das zum Thema hatte, möchte ich darauf gern etwas näher eingehen, weil ich glaube, dass es exakt solche Situationen sind, die deutlich, wirklich deutlich schwieriger und auch potentiell gefährlicher sind als jedes klare und eindeutige „Safeword gesagt – Safeword missachtet“.

Eben weil das so komplex ist, aber auch so wichtig und weil ich weiß, dass gerade submissive AnfängerInnen mit solchen Situationen und Begegnungen regelmäßig Schwierigkeiten haben, werde ich diese Nachricht hier Stück für Stück durchgehen. Die Nachricht ist immer als Zitat gekennzeichnet, ich antworte dann darunter. 


Liebe Ophelia,
ich folge dir tatsächlich schon einige Jahre, bin über deinen Blog, auf dein Twitter, auf den Quarantänekerker gestoßen, sodass du meinen Einstieg ins Wunderland wegweisend begleitet hast. Dafür auf jeden Fall Danke & ich bin gespannt deine chaotisch durchorganisierten Projekte noch lange weiterzuverfolgen!

Ich hänge gedanklich immer noch ein bisschen deinem Podcast zum Thema Übergriffigkeit mit Peach nach, wo ihr viel über Verantwortung geredet habt und darüber, dass deine Definition davon beinhaltet, dass bei der Aktion hätte absehbar sein müssen, dass es nicht okay ist. Jetzt war ich vor einer Weile in einer Situation, die mir diesbezüglich sehr schwer fällt einzuordnen und ich hatte gehofft, dass du da vielleicht eine hilfreiche Perspektive zu haben könntest. Ich bin selber zwiegespalten und ohne ein Grundverständnis für Bdsm sind die Leute in meinem Umfeld meiner Erfahrung nach ein bisschen vorschnell mit ihrer Verurteilung. Ich bin mir jetzt gar nicht sicher, ob das hier her passt bzw. ob du für solche Nachrichten Kapazitäten hast. Falls nicht hab ich da vollstes Verständnis für und fühl dich frei mich zu ignorieren.

Falls doch, ist das hier die Situation:

Das war letztes Jahr, ich war 20, hatte noch keinerlei reale Bdsm Erfahrungen, war aber sehr neugierig darauf und hatte auf Tinder jemanden kennengelernt, der da auch Lust zu hatte. Er war 24 zu dem Zeitpunkt und hatte nach eigener Aussage schon mehrere devote Sex- und Beziehungspartnerinnen.

Also für mich und alle anderen zusammengefasst: Frau, submissiv, 20, KEINE praktischen Erfahrungen im BDSM. Er war 24 und hat behauptet, er habe bereits Erfahrung mit mehreren devoten Spielpartnern. Soweit so gut.

Wir haben viel geschrieben, ich konnte zu meinen Tabus noch nicht viel mehr sagen als keine bleibenden Schäden, nichts hart sadistisches und nur mit Kondom, weil ich auch viel ausprobieren wollte und eh davon ausging, dass wir uns langsam rantasten würden. Er hat dann auch einige Sachen abgefragt, wie ich dazu stehen würde etc pp.

Prinzipiell ein guter Anfang, auch wenn die Beschreibung nicht detailliert ist. Seine eigenen Grenzen nicht zu kennen, ist normal – man kann also am Anfang offensichtlich noch gar nicht sagen, worauf man steht und was zu viel ist und ist somit davon abhängig, dass das Gegenüber einen langsam und gewissenhaft ranführt. Bleibende Schäden, extremen Sadismus und ungeschützten Verkehr zu Beginn als Tabu zu erklären, deckt die Basics ab, ist aber meiner Erfahrung nach eher aus anderen Gründen wichtig: Nämlich um das Gefühl zu haben (und zu geben!), man hat überhaupt irgendwelche Grenzen abgesteckt, denn jeder, der BDSM vernünftig lebt und mit Anfängern spielt, würde diese Dinge für den Anfang ohnehin zum Tabu erklären. 

Es ist dennoch gut, auch die selbstverständlichen Grenzen klarzustellen, selbst wenn einem nur ein paar einfallen: 

  1. Um für sich selbst das Gefühl zu haben, man hat Grenzen gezogen und ist in der Lage, die eigenen Grenzen (welche auch immer) zu kommunizieren. Testweise sozusagen, damit es später leichter fällt, falls es tatsächlich nötig wird, feinere Grenzen auszuformulieren.
  2. Um dem Gegenüber im Zweifel zu zeigen, dass man sich selbst im Blick hat, nicht zu allem Ja und Amen sagt und generell in der Lage ist, Grenzen zu setzen.

Dann beim ersten Treffen war er sehr.. forsch. Da ist dann, obwohl wir nur zu nem Kennenlernspaziergang verabredet waren, direkt was gelaufen, für mich auch einiges zum ersten Mal und alles in allem war das zwar ne schöne Erfahrung, aber im Nachinein gab es doch auch einige eher fragwürdige Momente. Wir waren halt draußen in nem Waldstück und er wollte dass ich meine Hose öffne und ich hab noch gezögert, weil ich mir unsicher war ob mir das nicht zu schnell geht. Er war aber voll im Dom-Modus, hat mich angefahren ich sei zu langsam, mich auf den Waldboden geworfen und in den Dreck gedrückt. Das hat mich zugegebenermaßen ziemlich angeturnt und ich hab dann auch „aufgegeben“ und mitgespielt und hatte Spaß dran. Dadurch, dass alles so schnell ging und ich so überfordert bzw im wahrsten Sinne des Wortes überwältigt war hatte ich aber irgendwie nicht das Gefühl mich bewusst dafür entschieden zu haben.

[Nachtrag auf mein Nachhaken:]
Ja das war unser erstes reales Treffen. Der Treffpunkt war auf jeden Fall öffentlich und anfangs waren auch hier und da noch andere Spaziergänger_innen, später als es zur Sache ging waren wir aber allein. Das Waldstück, in dem wir gelandet sind, war etwas abseits vom Weg, also theoretisch hätten andere Menschen vorbeikommen können, aber das Wetter war irgendwann so schlecht, dass das sehr unwahrscheinlich war. Ich hatte alle Infos, die ich zu ihm hatte im vorhinein an ne Freundin geschickt, sowie nen live-Standort und ich glaube wir hatten sogar abgemacht, dass ich mich zu ner bestimmten Zeit bei ihr melde, bin mir beim letzten Punkt aber nicht mehr ganz sicher. Also ich hatte zumindest versucht auf Nummer sicher zu gehen

Ich fasse mal kurz zusammen: Erstes reales Date – in einem Waldstück -, es war nichts geplant, er fängt dennoch an, sie zögert, er fährt sie an, überwältigt sie körperlich und drückt sie in den Dreck.

Spannend eigentlich: Je nach dem, wie und in welchem Kontext man das formuliert, könnte es BDSM sein – oder sexuelle Nötigung aus dem Lehrbuch. Ich versuche mal, meine sehr persönliche, absolut subjektive Meinung darzulegen, unter welchen Voraussetzungen exakt dieses Szenario für mich als verantwortungsvoller BDSM durchgehen würde:

  • es gab vorher bereits Treffen
  • beide Seiten haben zumindest ein wenig Erfahrung in dem Bereich und können sich selbst einschätzen
  • es wurde klar darüber gesprochen, ob etwas passieren darf und ob es erlaubt wäre, auch „zu pushen“
  • es wurden Safewords ausgemacht
  • es wird gecovert
  • -> selbst dann ist es in gewisser Weise RACK und nicht SSC, weil es durch das „pushen“, durch das Überwältigen bei ihrem Zögern einen gewissen Metakonsens voraussetzt und der wiederum ist eigentlich nichts für Anfänger, schon gar nicht allein in einem Waldstück. Je nach persönlichen Erfahrungen und Triggern kann das RICHTIG nach hinten losgehen.

Unter den hier gegebenen Voraussetzungen wäre das für mich (mindestens) eine Yellow Flag, also ein erstes Warnsignal – ohnehin dann, wenn im Anschluss in einem Gespräch nicht eingesehen wurde, dass das evtl. fragwürdig bis komplett daneben war.

Hinterher hat er mir erzählt, dass er sich in dem Moment selbst nicht sicher war, ob das auf den Boden schleudern nicht zu viel war. Hat aber auf gut Glück weiter gemacht. Das ist wohl tatsächlich noch gar nicht die Situation, die ich meinte, ich hatte nur das Bedürfnis sie für den Kontext auch aufzuschreiben, weil sie doch in ein Muster passt, dass sich ein bisschen wiederholt. Nämlich lieber um Entschuldigung bitten, als um Erlaubnis (also metaphorisch, nicht dass er sich tatsächlich mal für irgendwas entschuldigt hätte).

Das Schwierigste an solchen Dingen (und ich rede da aus eigener Erfahrung) ist eben genau diese innere Ambivalenz, dieses „eigentlich wollte ich es nicht so wirklich, aber irgendwie fand ich es dann doch geil„. Das Schwierige und Gemeine ist hier, die eigene, subjektive Grenze zu finden und das 1. ohne die Schuld bei sich zu suchen, wenn es die Grenze doch mal überschreitet, weil man sich verschätzt hat und 2. nach einer positiven Erfahrung beim „drauf ankommen Lassen“ nicht abzuspeichern, dass das immer so laufen darf.

Ich persönlich bin immer für feine und genaue Selbstreflexion und die individuelle Einschätzung einzelner Situationen, immer wieder von Neuem. Mit dem einen Gegenüber sind andere Faktoren aktuell als mit einem anderen, eine Situation kann also möglicherweise völlig anders bewertet werden, zumal hier das persönliche Empfinden immer eine tragende Rolle spielt. Grundsätzlich aber, vor allem als Rat für Anfänger, bin ich definitiv immer im Team „lieber etwas zu langsam als zu schnell“, im Sinne von: Lieber gehe ich aus einem Treffen in ungeduldiger Vorfreude auf Mehr beim nächsten Mal, als einen Schritt zu weit gegangen zu sein. 

Beim zweiten Treffen hat er mich in einer Session, wo ich ihn zugegebenermaßen bewusst provoziert habe, zur Strafe recht heftig gewürgt, sodass ich bewusstlos geworden bin. Ich hab das für nen Unfall gehalten, war danach ziemlich desorientiert, hab ihn auf Autopilot noch zum Höhepunkt gebracht und dann erst beim aftercare-Gespräch vorsichtig angemerkt, dass ich da das Bewusstsein verloren habe (weil ich ehrlich dachte er hätte das vielleicht gar nicht bemerkt) und mir das ziemlich Angst gemacht hat. Er ist da nicht weiter drauf eingegangen und ich dachte vielleicht schämt er sich dafür und habs dann dabei belassen, um sein Ego zu schonen (i know). Dachte aber, dass es schon angekommen und er nächstes Mal vorsichtiger sein wird.

Red Flag in meinen Augen. Warum?

  • Atemkontrolle gehört definitiv zu RACK-Praktiken: Risk Aware Consensual Kink. Wer seine eigenen Grenzen und somit das Risiko nicht kennt, kann nicht „risk aware“ spielen. Für Anfänger absolutes Nogo
  • Ohne Absprache, Vorbereitung und Vorgespräch über eventuelle gesundheitliche Konditionen, vor allem wenn es nicht nur um leichtes „Hand symbolisch an den Hals legen“ geht, sondern um Atemkontrolle bis zur Bewusstlosigkeit, ist das generell ein Nogo
  • Atemkontrolle ohne Safeword und alternatives Klopfzeichen (immerhin kann man nicht mehr sprechen) ist ebenfalls ein Nogo
  • als Krönung dann zudem noch, 1. dass im Nachgespräch nicht darauf eingegangen wird und 2. dass verlangt/zugelassen/gewollt wird, dass sie ihn zum Höhepunkt bringt, nachdem man gerade bewusstlos war. Wenn es schon soweit kommt, was aus Versehen ja passieren kann (jeder macht Fehler, kein Dom ist perfekt), dann wird gekümmert, geredet und geschont

Was mir immens übel aufstößt ist das „um sein Ego zu schonen“ – nicht, weil ich es nicht verstehe, sondern gerade WEIL ich das so gut verstehe. Weil ich das aus Erfahrung kenne: Der Sex ist unglaublich, einige Erfahrungen kicken, sind rauschhaft und man will mehr von dem guten Part, also nimmt man den schlechten, grenzüberschreitenden Part in Kauf und „beschwert“ sich nicht, aus Angst, man könne das Ego des Gegenübers verletzen, empfindlich oder anstrengend wirken, ihn verschrecken, etwas verlieren, wonach man sich gesehnt hat, usw.
Spoiler: Keine noch so rauschhafte Erfahrung ist es wert, dafür die eigenen Grenzen zu verraten, sich selbst hinten anzustellen oder Grenzüberschreitungen in Kauf zu nehmen. Wenn man das Gefühl hat, mit dem dominanten Part nicht offen reden zu können, weil man eventuell sein Ego verletzt, ist er nicht der Richtige für diese Erfahrung. 

Als er nen Tag später bei Whats App nochmal fragte was ich gut oder schlecht fand, habe ich das auch nochmal erwähnt zusammen mit dem Hinweis, dass ich bei der Heftigkeit mit der wir spielen doch gerne ein Safeword hätte. Fast forward zur dritten Session, diesmal mit safeword, gleiche Situation. Ich provoziere ein bisschen, er will mich bestrafen, würgt mich, ich merke wie mir schwindelig wird und presse noch ein „schwindelig“ heraus und er sagt im Dom-Modus „ist mir egal“ und ich bin weg. Das war dann der Moment, wo mir erst klar geworden ist, dass er es darauf anlegt.
Hätte ich das gewusst, hätte ich in dem Moment statt schwindelig das safeword gesagt (falls ich das noch geschafft hätte, Klopfzeichen oä. waren nicht abgemacht). Diesmal hab ich mich schneller wieder gefangen, die Session zuende gebracht und ihn dann erst als ich aus meinem sub-Modus wieder raus war, gefragt ob er das eigentlich absichtlich macht. Er hat dann ein bisschen gelabert, dass ich mir keine Sorgen machen solle, er sei ja da und kenne das auch aus dem Kampfsport und da könne gar nichts passieren. Ich bin skeptisch geblieben und irgendwann meinte er dann, dass wir das nicht machen müssen, wenn ich nicht will und daraufhin hab ichs dann „offiziell“ zum Tabu erklärt.

Pro: Er hat angeboten, es zu lassen und es wurde daraufhin zum Tabu erklärt.

Contra: Er hat das Thema offensichtlich nicht ernst genommen und kam mit einem „kenne das aus dem Kampfsport“. Referenzen und Aussagen, die nicht direkt nachprüfbar sind („ich kenne da x Leute“, „ich hab seit x Jahren Erfahrung“, usw.) sind KEIN Indiz für Integrität und Kompetenz:

1. kann das jeder sagen
2. bedeuten 10 Jahre Erfahrung nicht zwingend, dass man es 10 Jahre lang richtig gemacht hat und 10 Leute zu kennen, könnte auch bedeuten, 10 Arschlöcher zu kennen
3. wer ernsthaft Erfahrung mit Kampfsport hat und damit gewissenhaft umgeht, weil er sich mit Anatomie auskennt, der würgt eine Frau nicht ohne Absprache und Safeword bis zur Bewusstlosigkeit, schon gar nicht, ohne vorher abgeklärt zu haben, ob gesundheitliche Einschränkungen vorliegen

Mein Problem ist jetzt, dass ich mir unsicher bin inwiefern sein (oder mein?) Verhalten problematisch war und ob es so clever wäre mich weiter mit ihm zu treffen. Einerseits habe ich ohnmächtig werden nicht eindeutig als Tabu benannt, weder von vornerein, noch nachdem es zum ersten Mal passiert ist und er kann ja keine Gedanken lesen. Als ich das dann nachgeholt habe, hat er das (wenn auch nicht ganz kampflos) akzeptiert. Er hat sich außerdem meistens schon erkundigt wie mir die Sachen gefallen haben und unsere Kinks passen einfach ziemlich perfekt zusammen. Andererseits war ich offensichtlich Anfängerin und nicht mal auf die Idee gekommen, dass ich Bewusstlosigkeit als Tabu benennen muss, weil es in meiner Recherche immer klar als Unfall geframed wurde, wenn es beim breathplay mal passiert. Für mein Verständnis war das mit keine bleibenden Schäden durchaus abgedeckt. Dann hat er mich bei allem möglichen vorher gefragt ob das klar geht für mich, spart das aber aus und weicht hinterher einem Gespräch darüber aus. Ich kenne ihn nicht gut genug um sicher ausschließen zu können, dass das nicht kalkuliert war iSv. wenn ich nicht gefragt werde, kann ich auch nicht nein sagen. Und gerade bei ner Anfängerin (wenn er ja selber erfahren ist) kann man doch eigentlich nicht voraussetzen, dass ne Ohnmacht okay ist? Wäre das absehbar gewesen? War das übergriffig? Unabhängig davon ob jetzt von ihm bewusst in Kauf genommen oder Missverständnis, war das für mich ne Grenzüberschreitung & hat ziemlich an der Vertrauensbasis gerüttelt, sodass ich mich jetzt frage, welche Sachen er noch einfach machen könnte, die ich nicht explizit ausgeschlossen habe, weil sie schlicht meinen Horizont überschreiten? Und wie viel Verantwortung trägt er da überhaupt?

Ich kenne diese innere Ambivalenz aus Erfahrung und ich persönlich halte genau das für die größte Herausforderung, wenn man auf der passiven Seite die ersten Schritte geht: Herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen, diese ziehen und verteidigen und zugleich den Hunger nach weiteren Erfahrungen zu zügeln, um nicht in das Fahrwasser zu geraten, einen Preis zu zahlen, den man vorher gar nicht einschätzen kann.

Ich würde gerade wahnsinnig gern Dinge schreiben wie: Liegt doch völlig auf der Hand und ist absolut eindeutig, dass der Typ ein Idiot ist, kein Gefühl für Grenzen hat, BDSM missbraucht, um seine eigenen Fantasien auszuleben und mehr Christian Grey ist als alles andere – halt dich von ihm fern.

Ganz im ernst, es wäre meine volle, rationale Überzeugung. Aber da liegt eben der Punkt: Es ist meine Ratio, die das sehr nüchtern beurteilt und gern so sagen würde. Ich weiß aber – leider aus Erfahrung -, dass die Emotio da eben auch ihren nicht zu verachtenden Teil mitredet und dass die miesen Erfahrungen und die Zweifel, die der eigene Verstand ja durchaus anbringt (du spürst ja ganz offensichtlich, dass da irgendwas komisch ist, sonst würdest du dir nicht so viele Gedanken machen), schnell mal in den Schatten gerückt werden können. Dass man sich zugleich so sehr nach mehr von den positiven, rauschhaften Erfahrungen sehnt und viel zu schnell bereit ist, hier Kompromisse einzugehen, einen gewissen Preis einfach zu zahlen, sich Dinge schön zu reden, zu verharmlosen, weil man schlicht und ergreifend vor der Konsequenz Angst hat:
Nämlich, dass man selbst (oder nach einem entsprechenden Gespräch der andere) die Sache dann beendet und man nicht weiß, wann man das nächste Mal jemanden findet, der einen so fickt/ demütigt/ schlägt/ behandelt/ whatever – und BDSM und Sex können eben immens intensive Bedürfnisse hervorrufen, die die Ratio schonmal überdecken können – ich spreche aus Erfahrung.

Ich möchte mir nicht anmaßen, an diesem Punkt Ratschläge zu geben, weil ich ernsthaft glaube, dass das eine Frage der eigenen Persönlichkeit ist. Ich denke, dass es Menschen gibt, denen diese rauschhaften Erfahrungen einfach immens viel wert sind und die damit klarkommen, wenn hier und da mal eine Grenze überschritten wird. Menschen, die resilient sind, sich ganz gut kennen, sich einschätzen können und das einfach irgendwie brauchen. Für die bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung am Ende herauskommt, dass der Preis nicht so hoch ist wie das, was sie dafür bekommen.
Das sind persönliche Entscheidungen, die ich nicht beurteilen kann und will und die ich tatsächlich sogar nachvollziehen kann: Meine erste BDSM-Erfahrung ging schief, hatte einiges an Ähnlichkeit mit dieser hier und hielt 5 Monate, bis ich schließlich einfach einsah, dass es nicht normal ist, abzunehmen und Magenprobleme zu haben, sondern dass es auch einen gesunden Weg geben musste. Jahre später kannte ich mich sehr, sehr gut und konnte meine Grenzen einschätzen, ließ mich also ganz bewusst auf jemanden ein, der mir sehr extreme Erfahrungen ermöglicht hat, aber auch regelmäßig versucht hat, meine Grenzen zu überschreiten und sie auch mehrmals überschritten hat.
Der Unterschied war: Im ersten Fall konnte ich mich selbst nicht einschätzen und damit auch nicht die Folgen möglicher Grenzüberschreitungen. Im zweiten Fall kannte ich mich und meine Grenzen in diesem Bereich schon sehr gut und wusste, dass und wie ich mit eventuellen, kleineren Grenzüberschreitungen klarkomme, wenn ich dafür Erfahrungen mache, die ich nicht an jeder Ecke sammeln kann.
Das ist aber eine bewusst Entscheidung, die voraussetzt, dass man sich sehr gut kennt und einschätzen kann, immens gut selbst reflektiert und vorher weiß, dass bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung der Nutzen stark überwiegt. Ich würde also jede/n verstehen, der hier einfach unbedingt Erfahrungen sammeln will und gewisse Dinge in Kauf nimmt, aber… meistens suchen sich gewisse „Doms“ eben sehr bewusst eher Anfänger, weil sie mit dieser Vorgehensweise hier leichter durchkommen und gerade Anfänger sind es, denen ich persönlich von dieser Vorgehensweise abraten möchte – einfach, weil es nicht möglich ist, seine eigenen Grenzen in diesem Bereich zu kennen und die Folgen von Grenzüberschreitungen einschätzen zu können, wenn man noch keine Erfahrung hat.

Was will ich mit dieser ganzen Ambivalenz nun ausdrücken?

Mein Idealismus sagt, dass keine noch so gute Erfahrung es wert ist, dass man zulässt, dass die eigenen Grenzen überschritten werden und ich pauschal davon abraten möchte, sich auf jemanden einzulassen, der dazu tendiert, Grenzen nicht einzuhalten.

Mein Realismus weiß aber, dass man manchmal dennoch einfach nur Mensch ist und hungrig und neugierig und sich auf Dinge einlässt, obwohl man weiß, dass es nicht gut für einen ist (kenn ich ja auch von mir).

Ich mag an dieser Stelle weder die eine noch die andere Seite.
Die Welt ist nicht ideal und ich möchte nicht dazu beitragen, dass Menschen, die sich nicht an jeden idealen Ratschlag halten, am Ende nicht mehr über ihre Schwierigkeiten reden, weil sie denken, sie seien „selbst schuld“.
Ich möchte aber auch nicht dazu raten, sich auf ambivalente Erfahrungen einzulassen und Grenzüberschreitungen in Kauf zu nehmen.

Versteht ihr das Dilemma?

Es muss möglich sein, über diese innere, enorm schwierige Ambivalenz gerade für Einsteiger im BDSM zu sprechen, ohne ein „selbst schuld“ zu forcieren, sondern stattdessen Verständnis für nicht-ideale Entscheidungen aufzubringen und zugleich weiterhin vor Übergriffigkeit und Menschen zu warnen, die bewusst und vorsätzlich Grenzen überschreiten. 

Falls ich mich nochmal mit ihm treffen sollte, werde ich das auf jeden Fall ansprechen, das Problem ist aber dass er auch schon immer mal damit aufgefallen ist mir nach dem Mund zu reden, ohne entsprechend zu handeln. Er gibt sogar damit an idR zu wissen was Leute hören wollen und gut bullshitten zu können. Im Nachinein gabs schon auch noch andere yellow flags etwa Aussagen wie er möge es gerne, wenn sie unerfahren ist, weil dann alles noch intensiver sei. Oder dass er es „faszinierend“ findet, dass ich mich so selbstbewusst verhalte, obwohl ich im Kern ja eigentlich devot sei. Oder dass er sich immer nur meldet, wenn es ihm gerade passt und Gespräche auch schon mal mittendrin abbricht.

Yellow oder Red Flags in meinen Augen:

  • nach dem Mund reden: gefährliche Kommunikationsstrategie, weil sie häufig dazu dient, beim Gegenüber ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit zu wecken – vor allem, wenn dann nicht entsprechend gehandelt wird
  • sich damit profilieren, zu wissen, was andere hören wollen/ manipulieren zu können: super gefährliches Indiz, das es einerseits zeigt, dass derjenige sich der eigenen Übergriffigkeit/ Manipulation bewusst ist, es also vorsätzlich macht/ machen kann (moralisch höchst fragwürdig) und zugleich durch das explizite Aussprechen im Nachhinein mit „ich hab dich doch gewarnt“ ankommen kann. Warnungen wie „ich kann manipulativ sein“ oder „du solltest dich besser von mir fern halten“ triggern LEIDER immer ganz bestimmte Punkte und sind häufig Bestandteile von Beziehungen, die man als „intensiv“ beschreibt – ich halte dafür, dass man solche Warnungen ernst nehmen und sich von diesen Menschen fernhalten sollte
  • „Doms“, die lieber mit unerfahrenen Subs spielen: schwierig. Kann theoretisch neutral gemeint sein, aber spätestens in Kombination mit anderen dieser Punkte ebenfalls gefährlich. Die manipulative, gefährliche Art von Pseudo-Doms sucht sich leider überwiegend Anfänger, weil sie hier die eigene Übergriffigkeit leichter durchsetzen können und begründen es offiziell mit „ist intensiver“ oder mit Altruismus („ich helfe Anfängern gern in diese Welt“), usw.
  • Psychologische Analysen: Absolut toxisch und extrem gefährlich. Aussagen wie „ich liebe es, dass du so stark bist, aber dich eigentlich nur unterwerfen willst“, „ich weiß, dass du noch so viel mehr kannst/willst“, „ich sehe riesiges Potential in dir, du könntest noch so viel weiter gehen“, „du weißt selbst noch gar nicht, wozu du in der Lage bist/was du alles könntest/ wie stark du bist“ halte ich für absolut eindeutige Warnsignale. Es triggert häufig 1. einen ungesunden Ehrgeiz, 2. das Bedürfnis zu gefallen bzw. dem Gegenüber (das man ja mag!) zu bestätigen, dass er recht hat (offensichtlich möchte man hier nicht anführen „nein, ich bin eigentlich schwach/ängstlich/whatever“, sondern seine Einschätzung bestätigen), und 3. empfindet man es automatisch als eine Form von Kompliment, fühlt sich geschmeichelt/ als etwas Besonderes/ usw.
    Gerade unerfahrene/ jüngere/ unsichere Frauen haben häufig Selbstwert- /Selbstsicherheitsschwierigkeiten und sind viel zu empfänglich für diese Art der Manipulation. Ich hatte das auch jahrelang und diese Aussagen waren ein Kern dieser komplett toxischen Beziehung, die ich damals geführt habe. Man ist da schneller drin, als man denkt.
  • Dann reden, wenn es IHM passt/ Gespräche abbrechen: ebenfalls ein ungutes Zeichen. Im schlimmsten Fall Teil der Manipulation, im besten Fall miese Kommunikation. Wenn dann noch Kommentare kommen, wenn man nochmal nachhakt, nach dem Motto „du musst immer alles totreden“ oder „zerdenk doch nicht immer alles“ oder „wir hatten das doch schon besprochen, erinnerst du dich nicht mehr?“, befinden wir uns bereits bei einer von mehreren Komponenten des Gaslightings (einer Form der psychischen Manipulation, die darauf abzielt, jemandem die eigene Erfahrung/Realität abzusprechen).

So, das war harter Tobak, nicht wahr? Um das klarzustellen: Ich möchte keine Angst schüren – jeder einzelne dieser Aspekte kann völlig harmlos/ aus Versehen/ mit keinerlei schlechten Absichten vorkommen. ABER: In der Kombination oder in Häufung sind das in meinen Augen ziemlich eindeutige Warnsignale und mindestens (!) gute Gründe, um eine Beziehung ernsthaft zu überdenken.
Wichtig ist vermutlich die Erinnerung daran, dass die Schwierigkeit im Erkennen von Manipulation darin liegt, dass selbige IMMER auf Vertrauen basiert, man diesen Menschen also grundsätzlich mag – bei Fremden oder Personen, die wir offensichtlich nicht mögen, denen wir nicht vertrauen, wäre es ja eindeutige Übergriffigkeit/ Nötigung/ whatever. Die Erkenntnis, dass ein Mensch, den man eigentlich mag, uns schaden würde, ist der harte und schmerzhafte Kern dieses Prozesses.

Und jetzt stecke ich in diesem Dilemma, dass das Vertrauen hart angeknackst ist, ich aber nicht weiß inwiefern ich selber Schuld bin, weil ich nicht klar genug kommuniziert habe und inwiefern er nicht auch Verantwortung trägt für diese Kommunikation keinen Raum gegeben und zu viel vorausgesetzt zu haben. Und kann ich das wieder kitten, weil der Sex ansonsten wirklich gut war, oder sollte ich lieber Abstand nehmen und die Sache abhaken? Noch hänge ich gefühlstechnisch nicht tief drin (das war eh von vornerein eher als ne Art F+ angedacht) und ich weiß nicht, ob es so vernünftig wäre es drauf ankommen zu lassen.
Ich bin mir aber auch nicht sicher ob ich ihm gegenüber nicht ein bisschen unfair bin und überreagiere.

Ich finde es super, ganz ernsthaft, dass du erstmal den Fehler bei dir suchst! Und ich verteidige damit NICHT den häufigen Mechanismus, Fehler hauptsächlich bei sich zu suchen, sondern halte das in diesem Maß vielmehr für ein Zeichen von Selbstreflexion und dem Bewusstsein darüber, dass man eben noch keine Erfahrung hat und damit vielleicht bei einigen Dingen wirklich nicht wissen kann, ob man etwas falsch gemacht hat. Das vorab.
Ich halte es für grundlegend, dass auch der passive Part im BDSM sich seiner Verantwortung bewusst ist – von diesem „ich bin devot, dann kann ich mich fallen lassen und der dominante Part trägt alle Verantwortung“ halte ich gar nichts. Am Ende des Tages ist das Machtgefälle nicht mehr als ein Spiel, eine sexuelle Fantasie – jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.
Aber ja, die Verantwortung verschiebt sich natürlich im BDSM ein wenig, allein dadurch, dass einer führt und andere folgt: Den Weg geht nun mal der, der führt.

Meine Verantwortung als Sub ist es also, wie ich finde, klar zu kommunizieren, wo meine Grenzen sind und falls ich diese Grenzen nicht kenne, dies ebenfalls zu kommunizieren, sodass Dom sich innerhalb dieser Grenzen frei bewegen kann. 

Meine Verantwortung als Dom ist es, diese Grenzen von Sub abzufragen, alles zu tun, um sie herauszufinden (nachfragen/ reden/ usw.) und mich dann daran zu halten. 

Zudem spielt in meinen Augen auch der Aspekt der Erfahrung eine Rolle: Wenn Dom Erfahrung hat und Sub nicht, sollte es ihm umso bewusster sein, wie ausführlich man eigentlich kommuniziert, er sollte Gespräche initiieren, nachhaken, ob und wie okay Praktiken sind, Nachgespräche führen und herausfinden, wie wohl sich sein Gegenüber führt. Ich halte das definitiv für die Verantwortung einer/s erfahrenen Doms, gerade in Verbindung mit einer/m unerfahrenen Sub.

Grundsätzlich gilt also: Selbstreflexion und die Fähigkeit zur Selbstkritik sind wichtig, aber ein erfahrener Dom sollte (wie ich finde), gerade im Spiel mit Anfängern, gewisse Grundlagen schaffen können, Grenzen vorher besprechen, keine extremen oder RACK Spiele praktizieren, Safewords ausmachen, Sub ernst nehmen und… andere Dinge tun, die ich hier tatsächlich nicht sehe. Und damit sind wir wieder bei dem essentiellen Punkt oben.
Wenn du meine (rationale) Meinung hören möchtest (und meine Ratio hat in meinem Leben mittlerweile aus Gründen immer das letzte Wort 😉 ): Ich würde dir dazu raten, weiterzusuchen – was nicht heißt, dass ich die Hin- und Hergerissenheit nicht nachvollziehen kann. Wie man mit dieser Ambivalenz umgeht und welche Risiken man einzugehen bereit ist, muss man am Ende des Tages wohl selbst entscheiden.

Ein Leitfaden für mich in so ambivalenten Situationen war übrigens irgendwann die Frage, ob die Wurzel meiner Zweifel und meiner Skepsis eher in meinem oder in seinem Verhalten liegen. Also:

Habe ich unabhängig von allem, was mein Gegenüber macht, einfach nur Angst/ Bedenken/ zögere ich und was hat das vielleicht mit mir oder meiner Geschichte/ meinen Erfahrungen zu tun? Oder kann ich meine Zweifel auf etwas zurückführen, was mein Gegenüber gesagt/ getan hat?

Im ersten Fall sind es bei mir meistens einfach nur Schwierigkeiten, die mit einem „Komfortzone verlassen“ zu tun haben. Im letzten Fall ist es ein intuitives Bauchgefühl, das ein anderer Mensch in mir auslöst und auf das ich gelernt habe zu hören (leider suchen wir viel zu häufig den Fehler bei uns und hören viel zu selten auf unser Bauchgefühl). Das aber nur als sehr persönlichen Hinweis, der für niemanden sonst hilfreich sein muss. 😀

Wow das ist jetzt super lang geworden, danke fürs durchhalten! Ich weiß, dass das nur unter Vorbehalt wäre, weil du ja nur meine offensichtlich subjektive Seite kennst, aber mich würde deine Perspektive, dein Eindruck, dazu sehr interessieren. Ich dreh mich da schon seit Ewigkeiten im Kreis und komm da nicht richtig ins Reine mit. Aber wie gesagt, es ist gar kein Thema, wenn du da keine Kapazitäten für hast, dann wälz ich es einfach für mich noch ein bisschen hin und her. So oder so wünsch ich dir noch nen schönen Abend und bleib gesund!

Alles Liebe
L.

Ich danke dir für dein Vertrauen, hoffe, du hast ein paar Denkanstöße mitnehmen können und wünsche dir, dass dein Weg mit guten Erfahrungen weitergeht und du Entscheidungen triffst, mit denen du dich gut fühlst – am Ende des Tages bist du nämlich der einzige Mensch, der mit ihnen einig sein muss. 😉

Liebe Grüße

O.

 

2 Kommentare zu „#FragFrauO: Zwischen Dominanz und Übergriffigkeit

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  1. Ein sehr schöner Beitrag. Fand die Red Flags gut veranschaulicht und beschrieben. Bei dem Würgen musst ich selbiges auch ein wenig tun; kenne kaum Kampfsportarten, wo es „normal ist“, dass die Leute ohnmächtig werden.

    Der Absatz, der mir am meisten nachgeht, ist jedoch dieser:
    »Es muss möglich sein, über diese innere, enorm schwierige Ambivalenz gerade für Einsteiger im BDSM zu sprechen, ohne ein „selbst schuld“ zu forcieren, sondern stattdessen Verständnis für nicht-ideale Entscheidungen aufzubringen und zugleich weiterhin vor Übergriffigkeit und Menschen zu warnen, die bewusst und vorsätzlich Grenzen überschreiten.«

    Verständnis ist wichtig, muss aber nicht heißen, dass man etwas gut findet oder akzeptiert. Aus einem aufklärerischen Verständnis heraus sollte es doch das Ziel sein, diese *eigene* Ambivalenz zu verarbeiten (das kann und sollte auch niemand anderes). Meine Lebenserfahrung ist hier einfach, dass zuviel Verständnis auch dazu führen kann, dass diese Ambivalenz sich länger hält.

    Beim Lesen und Gegenlesen ist mir noch etwas zu einem Punkt eingefallen, was für mich aus eigener Erfahrung auch eine Red Flag ist:

    * Dann reden, wenn es IHM passt/ Gespräche abbrechen

    … kann auch ausufern in eine Manipulation von Nähe/Distanz. Hier können zwei gefährliche Sachen greifen:

    1. Wenn _sub_ ein hohes Harmonie-Bedürfnis hat, kann Kommunikationsabbruch zB dazu führen, dass sich einschleicht, dass immer _sub_ diejenige ist, die immer wieder(!) „sich entschuldigt“ bzw in einer Form auf den abbrechenden _dom_ zugeht. Wenn das zur Gewohnheit wird, kann es sein, dass die Ratio zusammen mit dem Hinterfragen auf der Strecke bleibt.

    2. Es gibt Menschen, die von unglaublich lieb zu unglaublich distanziert wechseln können (keine Diagnosen, bitte.). Dieser schnelle Gefühlswechsel kann wiederum einen starken Rausch auslösen, vor allem in Verbindung mit Sex oder einer Session, aber u.U. reicht schon „menschliche Nähe“ aus.

    Gerade bei den Red Flags wirkt die Ambivalenz noch verstärkend, weil sie dazu führt, dass man sich diesen Einflüssen länger aussetzt.

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