18 Löcher

#Reizwortkopfkino, I

Vorgaben:

3 Namen: Shelley, Peter, Kermit
2 BDSM-Praktiken: Eis und Wachs, Cuckold
Ort: Golfclub
Zahl: 18
Satz, der vorkommen muss: „Du musst dich konzentrieren.“


„Warum hat ein Golfplatz 18 Löcher, Peter?“, fragt Shelley mich, ohne sich dabei umzuwenden.

Ihr Ton klingt wie immer wie der einer Lehrerin, die besonderen Spaß daran hat, ihre Schüler in mündlichen Prüfungen in die Enge zu treiben und sich dann daran ergötzt, wenn sie ins Schwitzen geraten. Nun, es ist nicht so, dass ich solche Lehrerinnen gut finden würde, aber… wir sind nicht in der Schule und ich kann einfach nicht anders: Mir läuft ein Schauer über den Rücken, als ich ihren Ton höre. Kalt, unnahbar und vor allem streng. Ich liebe es.

„Ich…“, fuck, warum habe ich den Wikipedia-Eintrag nicht doch noch ein zweites Mal gelesen? Sie wollte, dass ich vorbereitet bin. Andererseits… wie hätte ich ahnen können, dass sie mich ernsthaft über Golf abfragt?

„Ähm…“

„Ähm…?“, höre ich ihre Stimme, jetzt zuckersüß, während sie stehenbleibt, sich nun doch zu mir umdreht und mich nachahmt. Triefender Sarkasmus und kalter Hohn in ihrer Stimme mischen sich mit einem engelsgleichen Lächeln, das ihre Züge einfach bezaubernd wirken lässt. Irritiert lasse ich beinahe ihre Golfausrüstung fallen, fange mich aber schnell wieder.

„Ich dachte, du wolltest heute vorbereitet sein?“, säuselt sie leise und kommt langsam auf mich zu. Sie trägt noch immer die Heels, in denen sie ein klein wenig größer ist als ich. Ich weiß, dass ich gleich dafür zuständig sein werde, sie ihr auszuziehen, bevor wir auf den Platz gehen. Ihre Golf-Schuhe sind in der Tasche auf meinem Rücken. Meine Hände beginnen zu schwitzen, als ich daran denke, dass ich in wenigen Augenblicke ihre leicht schwitzenden Füße in meinen Händen halten darf – wir haben 27 Grad im Schatten. Okay, für mich fühlt es sich an wie 36, wenn sie…

„Peter!“, unterbricht ihre strenge Stimme meine abschweifenden Gedanken. Ich blicke auf, ihr Gesicht ist direkt vor meinem, ihr Duft erregt mich so sehr, dass ich hart werde. Fuck.

„Du bist unkonzentriert heute, kann das sein? Ich mag es doch nicht, wenn meine Schüler unkonzentriert sind, wenn ich ihnen etwas beibringen möchte, das weiß du doch, nicht wahr?“, haucht sie jetzt, lächelnd natürlich.
Nichts wirkt einschüchternder auf mich als wenn sie ihre Stimme derart senkt, dieses Lächeln aufsetzt, sich zu mir beugt, so elegant und geschmeidig wie eine Raubkatze, die mit einer Maus spielt. Ja, ich bin nichts weiter als eine Maus in den Fängen einer Raubkatze. Nicht einmal eine Gazelle, wenn ich ehrlich bin. Nein, lediglich eine kleine Maus, ohne jegliche Chance jemals auch nur gut genug für ein sättigendes Mahl zu sein. Mit etwas Glück ein kurzer Zeitvertreib, bis etwas Größeres um die Ecke kommt.

Und verdammt, ich liebe diese Rolle.

„Peter?“, flüstert sie, den Mund so nah an meinem Ohr, dass ich ihren Atem spüren kann. Mein Schwanz drückt gegen den Käfig. Hoffentlich fängt sie jetzt nicht an, ihre Hand gegen meinen…

„Kann es sein, dass du so unkonzentriert bist, weil dein Käfig schon wieder spannt?“

Fuck

Ich beiße mir auf die Unterlippe, aber der erbärmlich wimmernde Ton entweicht mir dennoch. Wie immer habe ich ihr einfach nichts entgegenzusetzen, genieße jede Sekunde der Zuwendung, bade in dem Gefühl des Privilegs ihrer Aufmerksamkeit und des Kicks bei dem Gedanken an das, was mir vielleicht gleich bevorsteht. Ich hebe die Schultern, unsicher, ob ein Nicken oder ein Kopfschütteln mich eher in Schwierigkeiten bringen würde.

„Naaawww…“, höhnt sie jetzt und schüttelt leicht den Kopf, während ich ihre Hand spüren kann. Leicht, sanft, kaum merklich und doch geradezu explosiv.

Ich wimmere erneut, schließe die Augen.

„Du sollst doch ehrlich antworten, Peter. Hatten wir das Thema nicht schon?“

Ich nicke, ein merkwürdiges Gurgeln entfährt mir und ich fühle die Demütigung bei dem Gedanken, dass sie mich mit einer solchen Leichtigkeit dazu bringen kann, die Beherrschung zu verlieren. Mein Schwanz pulsiert, als würde er von innen gegen den Käfig klopfen, weil er zu ihr will.

„Ich…“, krächze ich, räuspere mich dann und setze erneut an, „ja, Madame. Der Käfig wird enger, was meiner Konzentration nicht gerade förderlich ist und…“

„Ich mag es, wenn du dich so bedacht ausdrückst…“, haucht sie und ich glaube die Spitze ihrer Zunge an meinem Hals zu spüren, bin mir aber nicht ganz sicher, weil sie zeitgleich ihre flache Hand gegen meinen Schritt presst. Ein unterdrücktes Stöhnen entfährt mir.

„Du hast Glück, dass wir allein sind, Peter, sonst müsste ich dir jetzt den Mund zuhalten oder dafür sorgen, dass du keinen Laut von dir geben und nicht mehr atmen kannst. Und das wollen wir doch nicht, richtig?“

Fuck, eigentlich wollen wir genau das!, denke ich. Das sage ich natürlich nicht, sondern schüttele stattdessen den Kopf – immerhin hat auch die tollkühnste Maus einen letzten Funken Selbsterhaltungstrieb.

„Gut“, flüstert sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch an meinem Ohr, der mir Gänsehaut verschafft. In diesem Augenblick würde ich alles für sie tun. Sie weiß es. Ich weiß es.

„Geh rein, stell die Taschen ab und leg mir meine Kleider zurecht. Du weißt, wie du danach auf mich wartest“, höre ich dann, ihre Stimme klingt wieder härter, der Druck ihrer Hand verschwindet und lässt mich urplötzlich an die Zahl 24 denken.

24 Tage bin ich nun keusch. 24 verdammte Tage, die die schlimmsten und besten überhaupt waren, die ich in Sachen Sex je erleben durfte. Bevor ich mir aber wieder erlaube, meine Gedanken wandern zu lassen, reiße ich mich zusammen, löse mich von ihrem Blick und betrete den ausladenden Umkleideraum. Vorsichtig stelle ich alle Sachen ab, reibe mir kurz die schmerzende Schulter und suche dann ihr zurechtgelegtes Outfit heraus, dass ich ihr zusammengefaltet auf eine der Holzbänke lege. Faszinierend, wie luxuriös eine einfache Umkleidekabine sein kann, denke ich noch, während ich an die Seite zum Waschbecken gehe und mir die Hände wasche. Als alles bereitsteht, schiebe ich ihre Turnschuhe so vorsichtig, als wären sie eine Reliquie, vor die Bank und beginne schließlich, mich auszuziehen.

Die Tür ist offen, der Golfplatz ist aber exklusiv gemietet, es kann also kein Fremder reinkommen. Abgesehen davon ist sie draußen und passt auf. Auf die Situation. Auf sich. Auf mich… Der Gedanke wärmt mich irgendwie von innen, während sich meine Mundwinkel automatisch heben. Manchmal kann ich mein Glück kaum fassen.

Gerade habe ich mein letztes Kleidungsstück in einer Ecke zusammengelegt und knie mich nackt, bis auf den Peniskäfig, auf den kalten Boden, als ich Stimmen höre. Mehrere.

Ich zittere vor Aufregung.
Sekunden vergehen, ich zwinge mich dazu, auf den Boden zu blicken – ich weiß, dass sie es nicht mag, wenn ich diese Anordnung missachte. Mein Blick ist starr auf meinen Schwanz gerichtet, der vor Auf- und Erregung schon wieder hart ist – oder immer noch? Ich weiß es nicht einmal mehr. Es ist als würde Shelleys bloße Gegenwart einen Dauerzustand der Erregung in mir hervorrufen. 

Das Schloss öffnet sich, die Tür geht auf und ich höre ihr glockenhelles Lachen. Dann die Stimme eines Mannes, der offensichtlich hinter ihr den Raum betritt. Oh Gott. Oh. Gott, denke ich nur immer wieder. Meine Gedanken kreisen.
Die Gespräche zu diesem Szenario waren zahlreich und ausführlich, die Schritte davor waren klein und… nichts davon war mir genug. Nichts davon hat mir gereicht. Ich wollte mehr. Ich wollte alles. Ich wollte den Schmerz dieser rauschhaften Mischung aus Eifersucht und Demütigung tiefer in mir spüren, mich länger in ihm baden. Was habe ich gebettelt, das einmal erleben zu dürfen. Im selben Raum sein zu dürfen, warten zu müssen, während sie von einem anderen Mann… oh Gott, denke ich wieder, mein Kopf überschlägt sich, mein Schwanz explodiert jeden Augenblick, da bin ich sicher. Ich will leiden. Ich will es ertragen. Für sie.
Ich höre doch immer, wie sie davon spricht, wie sehr es sie reizt, sie kickt, sie erregt. Ich will der Mann sein dürfen, der ihr diesen Kick ermöglicht, indem er für sie leidet.

Und ich weiß, dass ich heute leiden werde…

„Zieh dich schonmal aus“, höre ich ihre Stimme und fühle sofort einen leichten Schmerz, weil ich weiß, dass ihr durchaus herrischer Ton diesmal nicht mir gilt.

Ich höre Bewegungen und Rascheln im Hintergrund und ihre Schritte, die sich nähern. In meinem Blickfeld erscheinen ihre perfekten Füße, erkenne ich ihre lackierten Zehen unter den feinen Lederriemen ihrer Heels.

„Du weißt, was du zu tun hast“, haucht sie.

Ich nicke. Langsam und ehrfürchtig löse ich jeden Riemen einzeln, greife nach dem Absatz, schiebe ein wenig hin und her, um den Halt zu lösen und helfe nacheinander beiden Füßen aus ihrem Gefängnis. Ich betrachte die leichten Abdrücke des Leders auf ihrer Haut und spüre umgehend das Bedürfnis, die Stellen zu liebkosen und zu massieren… mich nach unten zu beugen und sie zu…

„Konzentrier dich, Peter. Ich hab dich was gefragt!“

„Verzeihung… was?“, muss ich nachfragen und schäme mich zutiefst, weil sie sich wiederholen muss, während dieser Mann dabei ist und vermutlich alles mitbekommt.

„Erinnerst du dich an alles, was wir besprochen haben?“

„Ja, Madame…“, sage ich sofort, den Blick noch immer auf ihren rechten Fuß in meinen Händen gerichtet.

Ich sehe wie sie auf die Knie geht, sich mehr oder weniger zu mir auf den Boden setzt. Dann spüre ich ihre Hand an meiner Wange, sanft, liebevoll. Ich schließe die Augen.

„Peter?“, flüstert sie.

Dieser eine Augenblick gehört nur mir. Und ihr. Nur uns. Ich atme zitternd ein, eine Mischung aus tiefster Zuneigung und Erregung.

„Willst du das hier immer noch?“, fragt sie, in ihrer Stimme liegt kein Hohn mehr, kein Sarkasmus. Sie spielt nicht. Sie hat Pause gedrückt, für mich. Gott, wie sehr ich diese Frau anbete. Wie sicher ich mich bei ihr fühle.

Ich nicke nachdrücklich. Wenn sie nur wüsste, wie sehr ich das will…

„Ja… ja, ich will es. Wirklich. Ich weiß, dass ich das kann, dass ich es aushalte, für dich, und dass ich…“, sie unterbricht mich.

„Schon gut, schon gut“, lacht sie leise, „na schön“, fügt sie dann hinzu, ihre Stimme ändert sich augenblicklich, birgt nun wieder diese besondere Gefahr, den magnetischen Reiz der Raubkatze auf die lebensmüde Maus.

„Zieh die hier an“, sagt sie und reicht mir eine Augenbinde.

Nur wenige Augenblicke später sehe ich nicht einmal mehr den Boden unter mir, geschweige denn meinen Schwanz. Alles ist schwarz. Alles, was ich höre, ist ihre Stimme, die sich mit seiner vermischt. Ich kann mir kaum vorstellen, was die beiden vor mir treiben, nur wenige Meter entfernt, während ich weder sehen noch fühlen kann, unbeteiligt auf dem kalten Boden sitze und dabei glaube zu hören, wie er sie küsst. Auf den Mund, mit der Zunge… vermutlich mit seinen Händen an ihrer Seite, so fest zugreifend wie ich es mich nie trauen würde und…

„Peter?“, höre ich plötzlich ihre Stimme, schwer atmend, als müsse sie eine kurze Pause von einer Anstrengung einlegen.

„Ja, Madame?“, sage ich hoffnungsvoll.

„Stell dich hin.“

Ich gehorche, mich vorsichtig an der Wand entlang tastend, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Nur Augenblicke später spüre ich einen schmerzhaften Griff an meinen Eiern. Ein Knurren entfährt mir.

„Ach, ich bitte dich“, haucht sie mir amüsiert gegen den Hals, wieder ganz sie selbst, ganz im Spiel, ganz die Raubkatze, die sich zwischendurch aus Langweile wieder kurz mit der Maus beschäftigt. Im Hintergrund höre ich ein Geräusch, dass ich nicht zuordnen kann. Ein Klicken, dann nochmal, dann rieche ich etwas und dann…

„FUCK!“, entfährt es mir, ich kann nichts dagegen tun. Heißes Wachs tropft direkt auf meinen Schwanz, der durch den Käfig ohnehin empfindlich ist. Ich krümme mich ein wenig, Shelley gibt mir eine leichte Ohrfeige.

„Reiß dich zusammen, ja? Oder willst du mich blamieren?“

Ich höre das unterdrückte Lachen einer tiefen Männerstimme und sofort wird mir flau im Magen. Der Schmerz und die Augenbinde haben mich vergessen lassen, dass wir nicht allein sind. Dass da noch dieser Mann ist, der sie berühren darf. Der sie sehen darf, während ich…

„Grrr…“, unterdrücke ich das Knurren, als weitere Tropfen auf meinen Schwanz fallen. Der Schmerz beginnt erst eine Sekunde nach dem physischen Aufprall des Wachses und hält dann mehrere Sekunden an, bevor er abebbt. Sofort danach hält einer der beiden mir eine Schüller Eiswasser unter meine Hoden und tunkt sie einige Sekunden hinein. Meine Erektion nimmt sofort ab. Ich winde mich – vor Schmerz und mindestens ebenso sehr bei dem Gedanken, dass er gerade neben mir steht, während ich mich von ihm quälen lassen muss, er vermutlich grinst, weil ich nicht so standfest bin wie er. Sich insgeheim über mich lustig macht, und schlimmer noch: das alles vor ihr. Verdammt, ich weiß nicht, ob ich das hier kann. Es schmerzt – überall, innen und außen. Die Demütigung brennt sich in meinen Magen. Als der körperliche Schmerz schließlich nachlässt, verrät mich mein Schwanz allerdings. Es dauert nicht allzu lang, bis der Käfig wieder enger wird. Verdammt… Die Mischung aus Demütigung und Erregung, aus Abneigung und Rausch ist unbeschreiblich.
Wenn ich doch wenigstens etwas sehen könnte. Sehen könnte, wie er aussieht, wie er sie ansieht. Ob er ihr gewachsen ist oder ob sie ihn im Grunde so in der Hand hat wie mich. Ob er ihr ebenso verfallen ist wie ich es bin. Ob er vielleicht auch für sie leiden würde? Nein. Nein, auf keinen Fall, denke ich. Ich leide für sie, ich allein. Sie würde nicht…

„Knie dich wieder hin“, herrscht sie mich an und ich gehorche. Anschließend höre ich Schritte, dann Rascheln und ein kurzes Murmeln, das ich nicht verstehe.

„Peter?“, säuselt sie jetzt verführerisch.

„Ja, Madame?“, stöhne ich hingebungsvoll.

Ich liebe es, wenn sie meinen Namen so sagt – so hoffnungsvoll, so unschuldig, als könne sie kein Wässerchen trüben, als wäre sie ein sanfter Engel, der um einen harmlosen Gefallen bittet, wenn er sagt:

„Ich möchte, dass du jetzt ein kleines Stück zu uns rutschst. Auf dem Boden natürlich, sodass du ganz nah bei mir bist und genau zuhören kannst… wir wollen doch nicht, dass du etwas verpasst, nicht wahr?“

Fuck

Ich bekomme nicht einmal mehr ein „ja, Madame“ über die Lippen, sondern robbe stattdessen blind nach vorn, bis ich das Gefühl habe, sehr nah an einem der beiden dran zu sein. Meine Ohren spielen mir Streiche, Minuten vergehen, während ich mehr und mehr den Eindruck gewinne, dass es überhaupt nicht um mich geht. Dass ich nur Beiwerk bin. Dass ich nur hier bin, um hier zu sein. Dass ich gar nicht der Mann bin, der ihr gerade den Kick verschafft, sondern ein zufälliger Zuhörer eines Szenarios, das von eindeutigen Küssen geprägt ist. Von Stöhnen. Von tiefem Atmen eines mir fremden Mannes, der gerade ihren Körper berühren darf. Der ihre Füße vermutlich nicht einmal eines Blickes würdigt, obwohl sie eigentlich eine Massage gebraucht hätten. Ein Schnauben entfährt mir, das ihn ihrem beider Stöhnen untergeht. Mein Blick geht zu Boden, obwohl es keinen Unterschied macht, weil ich ohnehin nichts sehe. Ich will meine Abneigung zeigen, will ihn merken lassen, dass ich nicht einig bin. Dass ich es nicht gut heißen kann, was in meinem Kopf geschieht.

„Oh Gott, Kerm, ja…“, stöhnt Shelley, höchstens einen Meter von mir entfernt.

Fuck.

Fuck, fuck, fuck. 

Es frisst mich auf. Es schmerzt. Mehr als ich erwartet hätte. Sie ist abgelenkt, vergisst mich. Sie denkt nicht einmal mehr daran, dass ich auch noch hier bin und… 

„Peter!“, stöhnt sie plötzlich heftig und ich hebe ruckartig den Kopf, spüre sofort einen heftigen Adrenalinschub. Sie hat meinen Namen gestöhnt. Gestöhnt! Während er… was auch immer mit ihr macht, hat sie meinen Namen gestöhnt!

„Ja!“, stöhne ich beinahe zurück und richte mich auf, bereit für jede Aufgabe, die sie mir geben könnte, solange sie nur an mich denkt.

„OH fu… Peter, komm näher… komm zu mir…!“, stöhnt sie jetzt kurzatmig, die Geräusche werden deutlicher. Ich höre ein schmatzendes Geräusch, höre Flüssigkeit, reiße mich dann aber aus meinen Gedanken los und rücke etwas näher, bis…

„Ja, gib es ihm… genau so…“, höre ich zum ersten Mal die Stimme des Mannes, während ich Flüssigkeit in mein Gesicht tropfen spüre. Es dauert einige Sekunden, Shelley stöhnt wieder meinen Namen, und wieder. Und wieder… Ich keuche, fühle mich fast überfordert. Fast.
Ich spüre die Demütigung, gepaart mit einem tiefen Gefühl von Ehrfurcht, von Privileg und Dankbarkeit… Dankbarkeit für einen so intimen Augenblick, für das Hören ihrer Stimme, während sie squirtet, die mich so erregt, dass es mir sogar egal ist, dass nicht ich es bin, der sie an diesen Punkt bringt. Shelleys Stöhnen ebbt ab, als ich plötzlich ihre Hand fest in meinem Haar spüre. Es ist ein verzweifeltes Festkrallen, das sich anders anfühlt als sonst.

Es ist dominant, führend und fordernd, so wie ich es kenne. Aber diesmal ist da noch mehr… Diesmal spüre ich fast eine Art Verzweiflung in ihrem Griff. Fast als hätte sie… Angst, ich könne plötzlich aufstehen und gehen, so fest greift sie zu. Es schmerzt – und ich liebe es.
Sie zieht meinen Kopf an meinen Haaren zu sich, zwischen ihre Beine, ich kann sie riechen… Genau wie den Moschus-Duft des Mannes neben mir. Ich kann mich nicht entscheiden, ob er mich noch stört. Ob ich ihn überhaupt noch beachten soll, während Shelley mich noch immer so verzweifelt festhält, während ihr schwerer Atem sich langsam wieder beruhigt.

„Danke, Kerm“, haucht sie erschöpft, dann höre ich einen Kuss, er murmelt etwas. Seine Stimme klingt so liebevoll, so freundlich, dass ich ihn fast sympathisch finde. Ihn fast dafür mag, ihm beinahe dankbar bin, weil er gerade offensichtlich etwas getan hat, was ihr so gefallen hat. Bevor ich klare Gedanken fassen kann, spüre ich jedoch, wie er sich neben mir erhebt und höre dann Schritte in Richtung Tür.

Shelleys Griff in meinem Haar löst sich langsam.

„Peter?“, flüstert sie.

Ich atme tief durch, bevor ich antworte. Entspanne mich. Fühle dieses warme Gefühl der Zuneigung, der innersten Ergebenheit.

„Ja, Madame?“

Sie löst meine Augenbinde, mein Blick geht automatisch wieder Richtung Boden, auf dem ich noch immer knie, ihre Füße links und rechts von mir abgestellt. Ich warte auf die Erlaubnis, sie anzusehen.

„Du weißt, dass das erst der Anfang war, oder? Wenn Kerm in fünf Minuten zurückkommt, wird er mich ficken und anschließend wird es deine Aufgabe sein, sein Sperma von mir zu lecken…“

Ich erstarre, unschlüssig, was ich denken soll. Mein Schwanz leidet, er pulsiert, presst sich seit einer halben Stunde gegen seine Käfigwand und lässt mich vor Erregung kaum mehr klar denken. Andererseits ging der Schmerz tiefer als ich erwartet hatte. Ich… fuck, ich weiß es nicht. Ich will es. Ich will es für sie können, ich habe so große Töne gespuckt und… andererseits. Nein. Aber wenn sie das möchte, dann…

Ich nicke und atme gerade ein, als Shelley vor mir in ein warmes, liebevolles Lachen ausbricht.

„Du wunderbarer, impulsiver, hitzköpfiger, ehrgeiziger Sturkopf!“, lacht sie und streichelt mir über den Kopf, greift dann unter mein Kinn und zieht mein Gesicht zu sich nach oben. Meine Augen schließen sich. Ich zittere angespannt. Sie schweigt, aber ich fühle ihren Atmen direkt auf meinen Lippen.

„Peter?“, flüstert sie.

„Du hast gerade dafür gesorgt, dass ich so heftig gekommen bin wie lange nicht…“

„Ich… aber…“

„Ja, du. Ich konnte meinen Blick nicht von dir abwenden…“, flüstert sie und beginnt dabei, ihren linken Fuß gegen meinen Schwanz zu pressen, „ich hatte nur Augen für dich, Peter. Für deinen leidenden Blick… deinen unsicheren, schmerzverzerrten Zug um die Mundwinkel“, haucht sie und küsst selbige so leicht, dass mir schummrig wird.

Und ich glaube ihr. Ich kenne ihre Stimme – sie ist erregt, allein weil sie darüber spricht. Ich kann das Zittern in ihrer Stimme hören, die nun deutlich tiefer ist als vorhin. Ein weiteres Stöhnen entfährt mir.

„Und wenn du glaubst, dass ich deine Aufmerksamkeit heute nochmal teile, hast du dich geschnitten. Wir holen das vermutlich irgendwann nach, aber für den Rest des Tages gehörst du mir allein und ich will, dass du nur mich im Blick hast. Hast du verstanden?“

Ich nicke. Mehrmals. Ich möchte etwas sagen, möchte ihr danken, möchte ihr zeigen, dass ich beinahe einen Kloß im Hals habe vor Erleichterung, vor Erregung, vor Zuneigung, Wärme, Ehrfurcht und Anbetung. Vor Dankbarkeit… Wenn sie nur wüsste, wie sehr ich sie zu schätzen weiß. Wie sehr ich ihr Spiel mit meinem Kopf liebe. Wie heftig ich jedes Mal von Neuem darauf hereinfalle, ihr glaube, dass jetzt eine schlimme Prüfung ansteht, bis ich mich bereit dazu fühle, nur um dann zu erkennen, dass die Bereitschaft bereits die Prüfung war.

„Peter?“, unterbricht sie meine Gedanken.

„Ja?“, flüstere ich heiser.

„Ich hab gesagt, du sollst die Augenbinde abnehmen und mich lecken, herrje“, sagt sie nun wieder energisch und ich kann beinahe hören, wie sie die Augen verdreht.

Ich möchte schmunzeln, aber der Gedanke daran, sie jetzt lecken zu dürfen, lässt mich erneut ins Stocken geraten. Ich beginne die Augenbinde zu lösen, während ich an ihrem Atmen hören kann, dass sie sich nach hinten lehnt, um sich in eine entspannte Position zu legen, breitbeinig. Für mich.
Und gerade als ich mich nach vorn beugen möchte, fällt mir die Antwort auf ihre Frage wieder ein, weshalb ein Golfplatz 18 Löcher hat. Ich überlege kurz ernsthaft, ihr das noch mitzuteilen und die Geschichte vom Golf des 18. Jahrhunderts zu erzählen, damit sie sieht, dass ich eben doch gut vorbereitet war und konzentriert bin und… ein leichter, aber dennoch schmerzhafter Tritt zwischen meine Beine reißt mich aus meinen Gedanken, zurück zwischen ihre anbetungswürdigen Schenkel.

„Herrje, Peter“, unterstreicht sie ihre Geste und zieht mich an den Haaren ruckartig dahin, wo ich hingehöre.

„Du musst dich konzentrieren…“

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