#SinnvollerDeutschunterricht

Oder: Dickpics, Joyclub und ein bisschen Feminismus

Eigentlich wollte ich eben einen Thread auf Twitter dazu zu verfassen und dann dachte ich – scheiß drauf, dafür hast du doch deine neue Blog-Kategorie: Zu kurz für einen richtigen Blogbeitrag, zu lang für Twitter, aber so wichtig, dass es raus muss.

Heute ist mal wieder einer dieser Tage: Ihr wisst schon, man ist unaufmerksam, komisch drauf, abgelenkt oder sonst was – retweetet oder postet im Eifer des Gefechts etwas und schon hat man den Mini-Aufschrei auf Twitter, der Social Media Plattform, die für die schnelle Empörung berühmt ist. Spannend, dass meist jene schnell empört sind, die über die Empörung bei anderen schmunzeln, aber das ist ein anderes Thema – ich möchte jetzt nur kurz ein paar Gedanken loswerden zu einigen Vorwürfen, die ich mir heute ins Haus geholt habe.

Heute habe ich einen Tweet retweetet von einer jungen Dame, die einen Screenshot von einer Joy-Nachricht eines Mannes gepostet hat. Ich hab das mittlerweile fast täglich: dass ich verlinkt werde von Menschen, die auf die „ophelianische Art“ Nachrichten auf Rechtschreibung korrigieren. 70% davon ignoriere ich, ca 10% mache ich per DM darauf aufmerksam, dass ich die Nachricht nicht schlimm finde und sie nicht NUR auf Fehler in der Rechtschreibung achten sollte, wenn sie jemals ein Date haben möchte, und dass es mir darum auch nie ging, –  und die restlichen 20% teile ich unter #SinnvollerDeutschunterricht, unter dem ich ja auch selbst twittere.

Ich weiß, der #SinnvollerDeutschunterricht hat schon manches Mal für Empörung gesorgt – ich möchte mal wieder einen Thread von mir dazu teilen, der das Wichtigste erklärt:

 

 

 

 

Ich kann es nicht oft genug betonen: Es geht mir nicht um Rechtschreibung. Die juckt mich nicht bei Leuten, die vernünftigen Inhalt schreiben/posten.

Die Nachricht, die heute gepostet wurde, war… harmlos ja. Ich verstehe die Kritik, dass sie doch „prinzipiell ok, wenn auch nicht sonderlich kreativ“ war und es nicht verdient, vorgeführt zu werden (ich habe den Retweet mittlerweile wieder rückgängig gemacht, in erster Linie, weil ich der Dame ersparen wollte, noch mehr Gegenwind zu bekommen und weil ich selbst heute keinen Nerv für solche Diskussionen habe). Ich will dennoch ein Statement abgeben.

Zu dem konkreten Fall heute kann ich sagen: Hättet ihr meine Erfahrung, würdet ihr es erkennen. Ihr habt sie nicht, zumindest jene, die sich heute empört haben (hauptsächlich Männer). Ich habe nicht umsonst schon darüber nachgedacht, einen Essay/ein kleines Buch zu schreiben über die Möglichkeit, Nachrichten auf Online-Dating-Portalen zu filtern. Kann an meiner Sprach-Affinität liegen, am Germanistik-Studium, gepaart mit einem feinen Gespür in Kombination mit vielen Jahren Erfahrung, keine Ahnung – aber ich kann Nachrichten einschätzen und liege fast immer richtig.
Das heute war zu 100% eine copy-paste-Nachricht. Und zwar eine der schlechten Sorte. Es gibt C/P-Nachrichten, die zumindest lang sind, ausführlich, Gehalt haben, bei einigen wird wenigstens der Name eingefügt, damit es nicht wie C/P wirkt. Diese hier war eine Streu-Nachricht, vermutlich verschickt an eine dreistellige Zahl Frauen. Profil wurde offensichtlich nicht gelesen (die Dame hat übrigens später erklärt, dass sie nicht einmal Männer sucht). Solche Nachrichten zeugen von absoluter Wahllosigkeit und damit IMMER ein Stück Respektlosigkeit, weil man als Frau per se völlig ersetzbar ist. Ich würde alles verwetten, dass sie  innerhalb von 3 Antworten entweder eine Beleidigung, ein Dickpic oder eine übergriffig-versaute-Fantasie-Nachricht erhalten hätte, hätte sie mit einem entsprechenden Satz geantwortet.

Die Empörung, die bei einzelner solcher Tweets kommt, höre ich übrigens fast ausschließlich von Männern. Den Vorwurf des „Vorführens“ weise ich ein Stück weit von mir, immerhin kontrolliere ich alles, was ich twittere/retweete auf absolute Anonymität. Vorgeführt wird hier ein Stereotyp, kein Mann. Vorgeführt wird das Stereotyp des Mannes, der online, hauptsächlich auf Joy, weil es eine offiziell ausgeschriebene Erotikplattform ist, auf der Suche nach Frauen ist, die er ficken kann. 

Es mag auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich sein (so wie heute), weil die Erfahrung auf männlicher Seite fehlt – ihr bekommt solche Nachrichten nicht oder nicht in der Zahl. Aber es ist so. Es ist respektlos. Profile nicht einmal mal zu überfliegen und an 100 Frauen dieselbe nichtssagende Nachricht zu schicken, ist respektlos.
Es ist ein winziges, definitiv harmloses, aber klares Beispiel für die Haltung vieler, vieler Männer da draußen, die einfach nur was zum Ficken suchen, sich für das Profil und damit die Wünsche der Frau nicht interessieren, und die im nächsten Schritt Schwanzbilder verschicken würden und wenn sie betrunken sind, Frauen in der Disko an der Arsch fassen. Und ich habe mit Verlaub so dermaßen die Schnauze voll davon, ich bin es so leid, dass das heutzutage so selbstverständlich ist. Ich stehe hinter jeder Frau, die einen Weg für sich findet, damit umzugehen, OHNE sich komplett aus der Dating-Welt, dem Internet und sexpositiven Szenen zurückzuziehen – denn es kann mehr als anstrengend sein, vor allem, wenn man dabei versucht, nicht den ganzen Tag über Männer herzuziehen und bei jeder schlechten Erfahrung einen Rant vom Stapel zu lassen, sondern stattdessen den Fokus weiterhin auf die Guten unter ihnen legt – immerhin wissen wir alle, dass es die gibt. 

Dieser Stereotyp Mann überwiegt übrigens mittlerweile bei Joy, weshalb ich persönlich dort nur noch für Events angemeldet bin und mit privaten Kontakten interagiere, aber nicht mehr suche – es lohnt sich einfach nicht. Die ungefragt gezeigten Schwänze und widerlich-übergriffigen Anmachen täglich zu lesen, wiegt die eine von hundert vernünftigen Nachrichten bei Weitem nicht auf. Und, meine Herren, DAS ist etwas, was euch empören sollte, denn es verdirbt EUCH, falls ihr es ernst meint, die Chance auf einer Plattform, die ich noch vor 3 Jahren ernsthaft zum Daten weiterempfohlen hätte. 

Männer zahlen, werden also überwiegend ohne Prüfung zugelassen und auch nach vielen Meldungen nicht gesperrt, denn Dating-Portale leben von ihnen. Frauen sind ohnehin in der Unterzahl, bekommen also den absolut übertriebenen Herrenüberschuss in voller Ladung zu spüren. Als suchende Singlefrau erhält man bei Joy im Schnitt etwas um die 20 bis 50 Nachrichten täglich, je nach Profileinstellung. 5% davon sind „okay“ bis „gut“. 10% sind „okay, aber uninteressant“ – der Rest ist „übel“ bis „richtig übel“.
Ich habe die ersten Jahre bei Joy in meinem Profil offiziell die Ansicht vertreten, dass ich es wichtig finde, dass Frauen Männern auch mit Absagen antworten, solange die Nachricht mindestens neutral ist: Denn wenn Frauen Männer immer ignorieren, sind Männer irgendwann frustriert, hören auf, individuelle Nachrichten zu schreiben, steigen auf copy-paste um und das wiederum nervt die Frauen – ein Teufelskreis. Mittlerweile steht in meinem Profil, dass ich nicht mehr suche, was mir dieses Dilemma erspart. Und ja: ich habe über viele Jahre hinweg ernsthaft jedem Mann eine Absage erteilt, der mir zumindest in ganzen Sätzen geschrieben hat. Etwa die Hälfte ist sehr dankbar und weiß auch das zu schätzen, die andere Hälfte fängt an zu diskutieren und das Einzige, was du  dann denkst, ist „Diese Absage zu schreiben, war verschwendete Lebenszeit“. Und wir reden hier wirklich von Zeit, denn – ich kann nur für mich sprechen, bin aber sicher nicht die Einzige: ich saß jede Woche sonntags an diesen „Absage-Mails“, was mich ein bis drei Stunden gekostet hat. Das war es mir wert, weil ich mir vorstellen konnte, wie frustrierend das für Männer sein musste.

Wenn ihr das jetzt – als Mann – lest und denkt „die hat Luxusprobleme“, dann kann ich euch sagen: Ihr habt nicht den Hauch einer Ahnung und werdet sie mit dieser Haltung auch niemals haben. Denn wenn ICH schreibe „ich kann mir vorstellen, wie frustrierend das für Männer sein muss“, dann wäre umgekehrt ein „ich kann mir vorstellen, wie anstrengend das für Frauen sein muss“ zumindest nett.

Bei Joyclub ist die Quote in den letzten drei Jahren irgendwann gekippt, es macht keinen Spaß mehr. Es ist nicht nur „ab und zu nervig“, es ist überwiegend richtig, richtig übel. Du bekommst als Frau täglich Schwanzbilder, täglich übergriffige Nachrichten, Slut-Shaming, Beleidigungen bei Absagen, dumme Witze, abfällige Bemerkungen und Angebote, als wärst du eine Sexworkerin – und zwar eine, die nicht respektiert wird. Das sind die richtig Üblen, aber das sind in meinen Augen nicht einmal die Schlimmsten.

Warum?

Weil sie offensichtlich übel sind. 

Viel schlimmer und vor allem gefährlicher sind die, denen man es nicht sofort anmerkt. Die, die subtil übergriffig sind. Die, die dir nachher ein schlechtes Gewissen machen. Die, die dich drängen wollen, überreden, mit emotionaler Erpressung kommen, mit den Selbstwertschwierigkeiten einiger Frauen oder mit der Unerfahrenheit von Subs spielen. Und DAS ist es, worum es mir geht. Würde ich das nicht zu 90% mit Humor, also unter dem Hashtag machen, würde ich durchdrehen – es mit Humor zu nehmen, ist deutlich einfacher, aber prinzipiell ist es kein lustiges Thema, weil es in erster Linie zeigt, wie viele Schwachmaten da draußen herumlaufen, die in einer so erschreckenden Masse keinerlei Hemmungen haben, die Anonymität des Internets zu nutzen, um fremden Frauen ihren Schwanz ungefragt in virtuelle die Fresse zu drücken, ihnen digital unter den Rock zu schauen oder sie mal eben im Vorbeiklicken anfassen wollen.

Es widert mich an. 

Ich liebe Männer.
Wirklich, ich liebe sie – lasst euch von dem kurzen Rant eben nicht täuschen, das musste jetzt kurz mal raus ;). Ich habe das Gefühl, ich verstehe Männer, ich komme super mit ihnen aus, habe überwiegend männliche Freunde und möchte keinesfalls alle über einen Kamm scheren, – aber fuck, es gibt so verdammt viele Idioten da draußen, die Frauen TÄGLICH das Leben schwer machen. Es ist verdammter Alltag  für uns und das ist keinem bewusst, der sich heute über diesen Tweet beschwert hat. Ich ja, ich komme damit trotz allem gut klar und muss nicht täglich darüber schimpfen und jammern – ich schreibe dennoch ab und an darüber, aus einem einfach Grund:

Es gibt zu viele Frauen, die stark mit ihrem Selbstbewusstsein hadern, unsicher sind, unerfahren sind und ernsthaft glauben, vieles von dem, was sie so abbekommen, sei okay, sei normal – weil es doch ständig passiert. IST ES NICHT. 

 

„Sei nicht so zickig!“

Ich las heute auf Twitter:

„Du trägst durch diesen Hashtag nur dazu bei,
dass Frauen noch mehr als überreagierende Zicken dastehen!“

Wie ich es hasse.

Wie ich es einfach hasse, dass Frauen – sobald sie auch nur einen Funken Emotionalität zeigen – „zickig“, „emotional“ und „hysterisch“ sind, dass sie „überreagieren“, „sensibel“ sind oder „pedantisch“. Ich würde behaupten, ich bin definitiv nicht für mein unkontrolliertes Temperament bekannt, meine unkontrollierten Emotionen, meine Launen oder für emotionale Reaktionen in Diskussionen – eher im Gegenteil.
Wie häufig ich dennoch als „sensibel“, „irrational“ oder „emotional“ bezeichnet wurde, auch im real life, in Situationen, in denen Emotionalität vollkommen normal war, kann ich nicht mehr zählen. Ich saß schon vor Polizisten, die mich „sensibel“ nannten, als es um eine Zeugenaussage über Missbrauch ging. Ich saß vor einem Richter, der mir sagte, ich sei „weniger rational als ich glaube“, weil mir nach über vier Stunden schließlich die Augen glasig wurden bei einem wirklich heftigen Thema.
Ich ertrage es manchmal nicht mehr, dass Frauen versuchen müssen, sich permanent zu beherrschen, nur um nicht „emotional“ und damit automatisch weniger rational zu wirken.
Nicht falsch verstehen: ich bin ja – überall nachlesbar – die Erste, die für rationale Argumente eintritt, die immer Wert legt auf angemessenen, sachlichen Ton in Diskussionen und die auch ihre „Gegner“ mit Respekt behandelt, weil das für mich ein Grundprinzip ist. Ich finde das enorm wichtig.  Aber ähnlich wichtig finde ich folgendes:

Emotionalität bedeutet NICHT Irrationalität.
Nur weil ich mich über etwas aufrege oder ärgere, heißt das NICHT, dass der Ärger nicht rational begründbar ist. 
Ich rate jedem Menschen, seine Emotionen zumindest soweit unter Kontrolle zu haben, dass er in der Lage ist, andere Menschen sachlich und mit Respekt zu behandeln, weil das zu der Haltung gehört, die ich vertrete – aber ernsthaft:

Wenn Frauen tatsächlich so emotional, „zickig“, irrational und sensibel wären, wie manche da draußen sie darstellen, dann würde das Internet täglich zusammenbrechen, weil Millionen Frauen diese ganzen widerlichen Sex-Chats und ungefragten Schwänze einfach nicht mehr aushalten würden.

Dass das nicht passiert, ist für mich das beste Zeichen, dass Frauen so viel beherrschter sind als sie dargestellt werden und vielleicht sogar als ihnen manchmal gut tut.

 

Noch etwas las ich heute auf Twitter – das zum Abschluss: 

„Viele Frauen machen Frau O nach mit dem
#SinnvollerDeutschunterricht und die findet das auch noch toll!

FUCK JA!?

Ich feier das! Ich feiere EUCH!

Ich feiere Frauen, die anfangen zu begreifen, dass man sich zwar nicht über alles lautstark auf Twitter beschweren muss, denn dafür passiert es zu oft und man wäre mit nichts anderem beschäftigt und hätte keine Nerven mehr übrig – aber dass man eben auch nicht alles hinnehmen muss, sondern sich über solche Dinge erheben kann, sie mit Humor nehmen, ihnen eine Spitze verteilen und im Idealfall anderen Frauen noch mit auf den Weg geben kann, dass man selbst auch beteiligt ist, dass man den Mist auch abbekommt, dass man auch keine Lust mehr hat, online täglich als potentiell fickbar wahrgenommen zu werden, nur weil man sexpositiv ist. 

Und Jesus Christ, Jungs… wollt ihr euch ernsthaft darüber beschweren, dass ihr euch eingeschüchtert fühlt, weil ein paar Frauen online Satzzeichen korrigieren? Es geht nicht und ging nie um Rechtschreibung.

Mein Tipp:

Wenn ihr es wirklich, wirklich ernst meint und diese Bedenken, diese Hemmungen nicht nur dazu da sind, eurem Frust darüber, keine Frau zu finden, kurz mal Luft zu machen, dann überlegt euch doch einfach mal, was ihr selbst an diesen Nachrichten beanstanden würdet: Ist ein Hauch von Persönlichkeit dabei? Ein Hinweis darauf, dass das Profil gelesen wurde? Ein angemessenes Hallo? Wenn ihr Energie übrig habt für diese Art der Empörung, dann bitte: steckt sie in ehrliche Kommunikation, fragt Frauen, wie sie denn gern angeschrieben werden wollen, oder noch besser (ich hab das selbst schon zahlreiche Male gemacht):

Verfasst eine Nachricht, schickt sie an ein paar Frauen und FRAGT NACH, was die davon halten würden und bittet um ehrliche Kritik. Und weil ich selbst mit gutem Beispiel voran gehen will und euch wirklich zeigen möchte, dass es mir keinesfalls darum geht, Männer pauschal „vorzuführen“, sondern im Gegenteil jenen helfen möchte, die es ernst meinen (immerhin haben davon auch Frauen etwas!), biete ich mich selbst an:

Schickt mir eine Nachricht (keinen Roman), die ihr einer Frau (beispielsweise mir) schicken würdet oder zeigt mir eine bereits versendete Nachricht, bei der ihr eine negative Antwort nicht verstehen könnt, und ich gebe euch Rückmeldung.

Damit alle was davon haben, wird das – selbstredend komplett anonymisiert – veröffentlicht. Wer mich kennt, weiß: eine solche Rückmeldung von mir ist ausschließlich höflich, ehrlich und direkt, aber konstruktiv und freundlich formuliert.

Gern über das Kontaktformular meines Blogs oder direkt an kontakt@liaophee.com mit Betreff: #NachhilfebeiFrauO

Bitte diesmal ohne Schwanz.

Danke :*

Eure Ophelia

 

21 Kommentare zu „#SinnvollerDeutschunterricht

Gib deinen ab

  1. Danke für deinen Beitrag zu dem Thema, insbesondere das Angebot für das Lesen einer Nachricht. Ich hoffe, dass dies einige Männer in Anspruch nehmen.

    Ich denke, die Thematik existiert auf allen Dating-Plattformen. Dazu tragen beide Geschlechter bei. Mann schickt Dick Pics – Frau ist genervt. Frau ist davon genervt – liest Nachrichten mitunter gar nicht erst auch von Männern, die sich Mühe geben – Mann ist frustriert. Somit sind beide Partien unglücklich anstatt wirklich jedem eine Chance zu geben und sich zu bemühen. Generell sollte das unaufgeforderte Versenden von DicPics unterlassen werden – da bin ich völlig bei dir.

    Ich bin auf Twitter noch recht neu und habe auch die Erfahrung gemacht, dass meine DMs mit einem Beitrag zu einem Tweet oder dem „alten“ Blog gar nicht erst gelesen wurde. Finde ich auch schade. Nach dem Beitrag hier stelle ich mir gerade die Frage, ob durch ein DickPic die Nachricht immerhin eher Beachtung findet.

    Gefällt 1 Person

    1. Twitter geht bei mir unter, ich bekomme täglich zwischen 5 und 15 Nachrichten – da sind die Idioten/Dickpics/usw schon abgezogen. Ich mach das nebenher und es kostet täglich Zeit, die ich einfach nicht mehr habe. Leider. Ich finde das auch unglaublich schade. Wenn du eher auf Antwort hoffst, dann schreib über das Kontaktformular auf meinem Blog oder eine Email. Mein DM Fach mach ich mittlerweile sogar phasenweise zu, weil ich einfach nicht nachkomme und mich dann nur schlecht fühle – davon hat keiner was. (PS: gelesen hab ich sie vermutlich, ich hab nur die Lesebestätigung bei Twitter immer aus)

      In jedem Fall aber danke für die Rückmeldung hier! ❤

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      1. Danke für deine Rückmeldung. Mit den vielen Nachrichten hatte ich mir schon gedacht.
        Ich hatte extra über das Kontaktformular im Blog geschrieben. In meinen Wahn hatte ich einen langen Text geschrieben nachts, weil ich voll inspiriert war dir meine Geschichte zu erzählen und habe der IT vertraut, dass alles schon ankommt und habe nicht die Word-Datei gespeichert. Mein Fail….

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      2. Ach…. auf den Panta Rhei Beitrag habe ich Nachrichten im dreistelligen Bereich bekommen, DM/Mail/Blog zusammengerechnet. Ich hab die über die Wochen alle gelesen, aber leider nicht allen antworten können, es mir ging mir irgendwann einfach zu nah. Aber sei dir sicher, dass ich ihn gelesen habe ❤

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  2. Du triffst es auf den Punkt! Ich tausche mit meinen Freundinnen mittlerweile die schlimmsten teilweise auch latent amüsantesten Nachrichten bei Joy und der SZ per Screenshot 🙈

    Und mittlerweile lasse ich mich tatsächlich auch für’s vögeln bezahlen……nicht immer, aber ich habe die Nase so gestrichen voll von den vielen Pseudodoms, den billigen Versprechen und den prahlenden Männern nach dem Motto „ich habe noch nie für Sex bezahlt“ dass das letztlich eine Konsequenz dessen ist. Ok, ich suche auch keine Beziehung 🙈 aber ich sehe es ganz pragmatisch als „Energieausgleich“ und fühle mich tatsächlich auf Portalen wie kaufmich deutlich wohler und geschützter als auf Joy und Co 😉

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    1. Habe ich das richtig verstanden?
      Von Männern, die gesagt haben, dass sie noch nie für Sex bezahlt haben, lässt Du Dich für den Sex bezahlen um ihnen zu zeigen, dass sie falsch sind?
      Auf der einen Seite finde ich das cool und lustig, aber auf der anderen Seite frage ich mich warum Du solchen Pappnasen auch noch den Sex ermöglichst.
      Neugierige Grüße
      Sky

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  3. Sehr gut geschrieben. Treffend und leider in den meisten Fällen total auf den Punkt. Da ist in den allermeisten Fällen wirklich fremdschämen fürs eigene Geschlecht angesagt.

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  4. Ich lese das in „letzter Zeit“ (also die letzte 2 1/2 Jahre) leider immer öfter das diese übergriffigen „anmachen“ die Runde machen. Vielleicht liegt es nur daran das ich mich mehr und mehr mit diesen Themen beschäftige und auch in einem Umfang der für mich eher ungewöhnlich ist….

    Aber das mal beiseite: ich habe diesbezüglich einige Fragen bzw. möchte einmal die aus männlich/Jugendlicher Sicht beschreiben. Denn Seitdem ich das mit bekomme bin ich logischerweise besonders aufmerksam, damit mir so etwas nicht passiert und ich Menschen den so etwas passiert (auch im realen Leben) besser helfen kann.

    Nun aber zur Frage:
    Wie man vielleicht mitbekommen hat mach ich mir da sehr viele Gedanken und bin sehr Vorsichtig geworden was das ansprechen eben genau solcher Themen angeht. Daher die Frage, wie kann bzw. sollte ich jemanden ansprechen den ich mag und bspsweise auf ein Date einladen?

    Denn der Gedanke der mir hierbei direkt kommt ist: Was ist wenn ich mich der Person aufdränge und sie „dazu zwinge“ ja zu sagen? Was ist wenn sie eigentlich nicht möchte und mich aber nicht enttäuschen bzw. verletzen möchte?

    Denn ich nehme mal stark an, dass sich auch der, in meinem Falle, „weibliche“ Part, gut vorstellen kann was es für eine Überwindung kostet jemanden nach einem Date zu fragen und dann auch noch eine Absage zu bekommen.

    Zudem möchte dir nochmal *danken* liebe Ophelia, durch dich habe ich zu einer Welt und einem Weltbild gefunden das sehr intressant und zudem mir auch noch gezeigt hat, dass Menschen existieren die es ähnlich wie ich sehen und trotzdem immer weiter machen.

    Einen schönen Abend
    Marcel

    PS: Falls dies nicht der richtige Ort für diesen Kommentar ist, werde ich Ihn selbstverständlich löschen und an geeigneter Stelle reposten.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für die Rückmeldung, Marcel! Ich versteh ziemlich gut, was du meinst und du bist nicht der Einzige, der diese Bedenken hat. Ich kann natürlich auf die allgemeine Frage „wie begegnet man Frauen“ keine Antwort geben, weil das zum einen den Rahmen sprengt und zum anderen nur individuell zu beantworten ist bzw mit Tendenz. Aber wenn du eine Nachricht hast, von der du zB nicht verstehst, warum sie nicht gut ankommt, dann schick sie mir gern an kontakt@liaophee.com oder über das Kontaktformular hier auf dem Blog mit dem Hashtag #NachhilfebeiFrauO, dann geb ich dazu Rückmeldung.
      Schöne Grüße ❤

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  5. Meine hohe Anerkennung für diesen Beitrag.
    Es ist zwar einfach zu sagen, dass all dieses schäbige Benehmen die Anonymität des Internets schuld ist. Natürlich ist es in erster Linie der miese Charakter der Menschen und in dem Fall der Männer, die sich so benehmen.

    Die Gefahr an der ganzen Anonymität des Netzes ist, dass diese Menschen immer mutiger werden und dem Respekt auch im realen Leben verlieren.
    Ein Beispiel: Eine gute etwas naive Bekannte mittleren Alters traf sich mit einem Tinder-Mann und war ganz überrascht, dass er sehr schnell übergriffig wurde und meinte als sie ihn abwies, dass sie noch im Altersheim erzählen würde wie gut sie von ihm gefickt wurde. 😳
    Ich muss hier nicht erklären wie sie sich nachher gefühlt hat.

    Es ist ja nicht nur beim Onlinedating so schlimm geworden sondern in allen sozialen Netzwerken.
    Erst wird gedisst und gehasst und immer öfter wird es in reale Gewalt umgesetzt.
    Liebe Ophelia, bitte bringe den Typen nicht bei wie sie Frauen vernünftig anschreiben sollen. Sie werden sich verstellen und so noch mehr Frauen täuschen.
    Lass sie lieber weiter so einen Schrott schreiben, auch wenn das Euch Frauen vielleicht beleidigt oder verletzt, aber auf die Weise könnt Ihr wenigstens erkennen, dass es sich um hohlköpfige Arschlöcher handelt.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für diese Rückmeldung und die Erzählung, die leider keine Seltenheit ist.
      Ich verstehe deine Bedenken absolut, wirklich! Ich hadere auch ein wenig mit mir, weil ich einerseits ziemlich sicher bin, dass ich aus Mails (ich hab natürlich schon die ersten bekommen) gut herauslesen kann, wer sich einfach nur ungeschickt anstellt, es aber nicht so meint. Und diesen Männern würde ich super gern helfen, weil es erfahrungsgemäß meist dieselben Fehler sind, die Männer so machen. Aber ja, klar hab ich auch die „Angst“, dass dann die Idioten sich ein Muster rausziehen und die Tipps dann selbst „missbrauchen“. Wieder andererseits glaube ich nicht, dass diesen Blog hier viele Männer lesen, die sonst nur Dickpics verschicken – und wenn das zwei sind, werden die nicht so viel rausziehen, wie es Männer hier gibt, denen das ernsthaft helfen könnte.

      Aber das muss ich mal schauen. Danke jedenfalls für das Feedback ❤

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  6. Genau das habe ich erlebt, auch wenn das Profil extra und ganz klar gekennzeichnet war, dass ich nichts suche. Furchtbare, widerliche, übergriffige Nachrichten. Arrogante Anfragen, was ich überhaupt auf JC zu suchen hätte, wenn ich nichts suche, etc blabla. Ich habe mittlerweile mein Profil gelöscht, weil ich es nicht mehr ertragen habe. „Meinen Jungs“ versuche ich, wenn sie wieder wegen einer harschen Nachricht frustriert sind, immer klar zu machen und dafür zu sensibilisieren, was Frauen so Tag für Tag erleben . Danke dir für den Text, so sehr.

    Gefällt 2 Personen

    1. Nichts zu danken – schön, dass sich hier Frauen zusammenfinden, die diese Erfahrungen teilen. Und ich finde super und wichtig, dass du deinen Jungs das erklärst und zeigst und klarmachst. Ich kann Männern nicht wirklich böse sein, die sich dann aufregen, wenn sie keine Vorstellung davon haben. Deshalb: Drüber reden, wie bei allem. ❤

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